Freibad Winterstein als dörfliche Kultur erhalten

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Der FDP-Ortsverbandsvorsitzende von Waltershausen, Christian Döbel, erwartet bei der nächsten Stadtratssitzung am 11.9., dass sich die Volksvertreter zum Erhalt des Freibades Winterstein bekennen. „Dieses Stück dörfliche Kultur darf nicht durch die Eingemeindung des Ortes kaputt gemacht werden!“

Insbesondere für die Kinder und Jugendlichen in den Emsetalgemeinden ist es besonders wichtig, in Winterstein eine Anlaufstelle in den Ferien zu haben. Den in der Einwohnerversammlung diskutierten Vorschlag, die Jugendlichen nach Waltershausen zu locken, hält Döbel für absurd. „Niemand schickt allen Ernstes Fünftklässler auf der B88 mit dem Fahrrad nach Waltershausen“, argumentiert der dreifache Familienvater. „Der Weg von den Nachbarorten bis Winterstein ist hingegen schon machbar.“

Die Aussage des Bürgermeisters Michael Brychcy, dass sich das Freibad finanziell nicht rechnet, kann Döbel durchaus nachvollziehen. „Doch Freibäder in kleineren Orten sind nun mal fast immer Zuschussgeschäfte, so wie andere Kultur auch“, ist sich der FDP-Politiker sicher. „Doch was wären unsere Dörfer ohne ihre Kultur?“

Vor allem sorgt sich der promovierte Ingenieur darum, welche Einrichtungen der eingemeindeten Orte als nächstes mit ungewissem Ausgang auf den Prüfstand gestellt werden. „Das Absurde ist für mich, dass durch immer mehr Eingemeindungen den Menschen vor Ort zunehmend Gewalt über ihr eigenes Schicksal genommen wird. Nun entscheiden die Stadträte über Sachen, die sich nicht nur die Wintersteiner über Jahre hinweg aufgebaut haben! Beispiele gibt es zuhauf, bei denen das Engagement der Bürger damit regelrecht erstickt wird.“

MSB Kommunikation

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