Beim regionalen und nationalen Wettbewerb des Kfz-Nachwuchses konnte sich Philipp Dietrich durchsetzen, der junge Mann macht derzeit seine Ausbildung bei der Race-Service GbR Gotha.
Ende September fand der thüringische Landesleistungswettbewerb der besten Kfz-Mechatroniker-Gesellen statt. Unter den 16 Teilnehmern befand sich auch der 25-jährige Philipp Dietrich. „Ich war am Anfang doch etwas skeptisch, was diesen Wettbewerb anging“, erklärte er lächelnd. Trotzdem nahm er die Nominierung durch die Kfz-Innung Westthüringen an und überzeugte vor Ort. „Wir haben Philipp immer im Blick behalten. Als Studienabbrecher hat er die Ausbildung in verkürzter Zeit und mit Bestnoten abgeschlossen“, sagte Annett Kilian, Leiterin der Bildungsstätte-Kfz in Gotha (auf dem Foto mit dem Preis- träger zu sehen).
Zum Wettbewerb nach Gera reiste der Geselle ohne Aufregung. Immerhin müsse er ja nicht bestehen, wie er verriet. Ganz ohne Druck arbeitete er sich durch die verschiedenen Stationen. Diese ließen sich in drei Themenfelder einteilen: Diagnose, Messen und Prüfen sowie Einstellungstechnik. Seine bisherigen Erfahrungen, besonders im praktischen Bereich, waren nun gefragt. „Unter anderem mussten wir Sensoren kalibrieren, Fehlerdiagnosen des Motors richtig bewerten und die Lichttechnik korrekt einstellen“, so Dietrich. Dafür hatten die Teilnehmer pro Station 30 Minuten Zeit.
Als es dann zur Verkündung der Gewinner kam, stieg die Nervosität doch an, wie der 25-Jährige einräumen musste. „Als die Plätze vier bis 16 verkündet wurden, hat mein Herz schon angefangen stärker zu schlagen. Als mein Name auch für Platz zwei und drei nicht gefallen war, dachte ich nur: ‚Shit, jetzt trittst du tatsächlich auf Bundesebene an.’“
Auch beim Bundesentscheid in Koblenz Mitte November konnte Philipp Dietrich einen Erfolg verbuchen. Mit einem starken dritten Platz hätte er sich für den Europäischen Leistungswettbewerb qualifizieren können. „Bedauerlicherweise ist Philipp mit seinen 25 Jahren knapp an der Altersobergrenze vorbeigeschrammt. Ich finde, die ist viel zu niedrig angesetzt. Nachwuchstalenten werden somit nur Steine in den Weg gelegt“, meinte Annett Kilian. Auch Philipp Dietrich war mit dieser Einschränkung unzufrieden: „Das Ding hätte ich auch noch nach Hause geholt.“
Neben seiner Teilnahme am Bundeswettbewerb erhielt der Gewinner des 34. Leistungswettbewerbs der Kfz-Mechatroniker-Gesellen Thüringen drei Gutscheine von der Kfz-Innung Westthüringen und 100 Euro Prämie vom Kfz-Landesverband.
Jedes Jahr entsendet die Kfz-Innung Westthüringen einige ihrer vielversprechendsten Gesellen. „Philipp ist nicht unser erster Erfolgsgarant. Andere Nominierte aus unserem Innungsgebiet konnten bereits mit einem ersten Platz überzeugen“, erklärte Annett Kilian stolz. Das zeige die hohe Qualität der dualen Ausbildung in Gotha, Bad Langensalza und im Unstrut-Hainich-Kreis.
Dieser Artikel erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 12 (2025)



















