Gothas OB bittet um Unterstützung für Flutopfer

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Weggespült. Foto: Rudolpho Duba/pixelio.de

Gotha (red/mm, 19. Juli). „Das Wort Solidarität, geprägt 1875 im Gothaer Tivoli, erhält bei den Bildern von 2021 eine neue Bedeutung, denn nur dort, wo solidarisches Miteinander herrscht, kann eine Gesellschaft jede Krise meistern“, ist sich Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch sicher und bittet in diesem Sinne die Einwohnerinnen und Einwohner seiner Stadt um Unterstützung für die Opfer der Flut- und Naturkatastrophen in Deutschland.

Die Stadt Gotha selbst liege seit Jahrhunderten, obwohl ihr Name „gutes Wasser“ verspricht, an keinem bedeutenden natürlichen Flusslauf. Zwar durchkreuzen 80 Kilometer Bachläufe die Flur. Das seien aber oftmals nur kleine Rinnsale oder unterirdisch in Rohren versteckt. „Aber viele Gothaerinnen und Gothaer erinnern sich wahrscheinlich noch daran, als Anfang der 1990er-Jahre des vorherigen Jahrhunderts das Viadukt unter Wasser stand und auch das Wiegwasser, das sich im Remstädter Weg mit dem Leinakanal vereinigt, kann in der Schneeschmelze oder nach Starkregen nicht zu unterschätzende Wassermassen führen“, so Kreuch.

Mit dem Bau eines Retentionsraumes (Überschwemmungsfläche) 2011 an der Hochzeitsallee und den im nächsten Jahr beginnenden Baumaßnahmen am Wiegwasserkanal in der Nähe des Bertha-von-Suttner-Platzes habe die Stadt Gotha den Hochwasserschutz als aktuelles Thema seit Jahren in der Umsetzung.

„Die Hilfsbereitschaft ist groß und auch Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt können einen kleinen Beitrag leisten. Am effektivsten kann nicht mit Sachspenden, sondern mit finanzieller Unterstützung geholfen werden. Durch die Spendenkonten der großen und kleinen Hilfsorganisationen kann direkte Hilfe vor Ort umgesetzt werden und sie sollten deshalb unterstützt werden. Gibt jede Familie in Deutschland für jeden Angehörigen einen oder zwei Euro, so kann ein Betrag von 80 bis 160 Millionen Euro zusammenkommen, der neben Versicherungsprämien und staatlichen Hilfen zur Überwindung der Katastrophe beitragen kann“, appelliert Knut Kreuch.

Gleichzeitig bittet das Stadtoberhaupt die Gothaerinnen und Gothaer zu prüfen, ob sie die Gewässer in ihrer Nähe von eigenem Unrat freihalten, freiwillig die Grasmahd durchführen, dem Flusslauf kein Wasser entziehen und auch keine Sperren einbauen.

H&H Makler

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