Offener Brief an EU-Kommissare: „Klimawandel bedroht die Landwirtschaft in ihrer Existenz“

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Gotha, 23. Mai

Thüringens Umweltministerin Siegesmund, weitere Landesminister und -ministerinnen sowie Senatoren und Senatorinnen haben an die EU-Kommissare Sinkevicius (Umwelt) und Wojciechowski (Landwirtschaft und ländliche Entwicklung) einen Offenen Brief geschrieben. Mit Blick auf eine grüne Architektur der gemeinsamen Agrarpolitik und eine nachhaltige Zukunft der Landwirtschaft betont der Brief:

„Die erneute und anhaltende Trockenheit in den Böden und vermehrte Extremwetterereignisse zeigen deutlich, wie unmittelbar der Klimawandel die Landwirtschaft in ihrer Existenz bedroht und einen grundlegenden Wandel erfordert. Wir wollen die Landwirtinnen und Landwirte jetzt auf dem Weg in eine Anpassung an den Klimawandel sowie hin zu einer ökologischeren Landwirtschaft unterstützen und damit ihre Zukunft sichern. Denn eine nachhaltigere Bewirtschaftung ist nicht nur resistenter gegen Dürren, Starknässe und Artenschwund, sie trägt auch dazu bei, dass der Anteil der Landwirtschaft an den Ursachen dieser Umweltveränderungen reduziert wird. Gleichzeitig wird die Qualität gesteigert und langfristige Produktivität dadurch gesichert.“

Dafür müssten – so die Verfasserinnen und Verfasser des Briefes – deutlich mehr finanzielle Mittel für Umwelt-, Klima- und Naturschutz als bisher zur Verfügung gestellt werden. Die CO2-Senkenfunktion der Landwirtschaft  sollte insbesondere durch einen strikten Schutz von Moorböden und den Erhalt von Dauergrünland stabilisiert werden. Um die Umwelt-, Naturschutz- und Klimaziele zu erreichen, sollte auch in der Agrarlandschaft mindestens 10 Prozent der Flächen dem Biotopverbund dienen.

Nach dem Beispiel Thüringens wird auch eine Schaf-Ziegen-Prämie gefordert, um die Leistungen der Halter und ihrer Herden für den Naturschutz angemessen zu berücksichtigen.

Der Offene Brief

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