Sexkaufverbot muss kommen! – die Thüringer Frauen Union fordert entschlossenes Handeln von der Bundesregierung

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Logo: Frauen Union der CDU (Quelle: Frauen Union der CDU Deutschlands)

„Deutschland darf nicht länger der zentrale Schauplatz für Ausbeutung, Menschenhandel und organisierte Prostitution in Europa sein“, fordert die Landesvorsitzende der Frauen Union und CDU-Landtagsabgeordnete Marion Rosin eindringlich. „Ein Sexkaufverbot, welches die Nachfrage konsequent sanktioniert, Prostituierte entkriminalisiert und ihnen echte Ausstiegsperspektiven bietet, ist längst überfällig.“ Das geht aus einer Meldung der Frauen Union Thüringen hervor.

Das gilt auch in Thüringen, wenn man sich die steigenden Zahlen an Anmeldungen nach dem Prostituiertenschutzgesetz ansieht, hier verzeichnet der Landkreis Gotha die meisten Anmeldungen, gefolgt von der Landeshauptstadt Erfurt. (laut Statistischem Landesamt)

Die CDU-Politikerin stellt unmissverständlich klar: Prostitution ist kein normaler Beruf, und das aktuelle Prostituiertenschutzgesetz versagt beim Schutz der betroffenen Frauen. Noch immer erleben unzählige Frauen Gewalt, Abhängigkeiten und massiven Druck.

Rosin fordert: „Es ist unsere politische Pflicht, Frauen endlich wirksam zu schützen. Wir dürfen nicht länger zuschauen, wie das bestehende Gesetz Frauen im Stich lässt. Wir brauchen ein Sexkaufverbot nach dem ‚Nordischen Model’– und wir brauchen es jetzt.“

Auch die Kritik, ein Sexkaufverbot könne Prostitution in die Illegalität verdrängen, nimmt die Frauen Union Thüringen ernst. Doch für sie ist klar: Die Lösung liegt nicht im Festhalten am Status quo, sondern im Ausbau von Beratungsstellen, Gesundheitsversorgung, Schutzunterkünften und sozialer Unterstützung. Das „Nordische Modell“ könne nur funktionieren, wenn der Staat die Begleitstrukturen entschlossen stärkt.

Die Frauen Union Thüringen begrüßt den aktuellen Vorstoß der Bundesvorsitzenden und Bundesministerin Nina Warken, die sich klar für die Einführung eines Sexkaufverbots nach dem „Nordischen Modell“ und einsetzt. Rosin, auch Mitglied im geschäftsführenden Bundesvorstand der Frauen Union Deutschlands, wird sich stark machen, dass das Gesetzesvorhaben zügig auf den Weg gebracht wird.

Denn eins ist klar, erklärt die Landesvorsitzende Marion Rosin: „Das Prostituiertenschutzgesetz bietet keinen wirksamen Schutz für Frauen. Hier braucht es einen politischen Kurswechsel!“

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