Tabarzer Physiotherapie hilft schwer kranken Kindern

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Sabine Altena bei der Spendenübergabe in ihren Praxisräumen

Tabarz/Tambach-Dietharz. Bereits seit vielen Jahren unterstützt die Inhaberin der Physiotherapie Sabine Altena, die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz. Heute wurde eine erneute Spende in Höhe von 500,00 Euro an den gemeinnützigen Trägerverein übergeben. „Wir haben uns entschlossen, auf Geschenke und Präsente in der vergangenen Weihnachtszeit zu verzichten und stattdessen eine Spende ans Kinderhospiz zu entrichten. Dies kam bei unseren Kooperationspartnern richtig gut an und wir hoffen so, ein Stück von unserem Erfolg, an Familien weitergeben zu können, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, so Sabine Altena bei der Spendenübergabe.

Schon im Jahr 2014 sammelte die Sabine Altena, anlässlich ihres runden Geburtstages, über 2.000 Euro für ihr Herzensprojekt, das Kinder- und Jugendhospiz. Bereits seit 20 Jahren gibt es die Physiotherapiepraxis in der Tabarzer Lauchagrundstraße. Dabei sind ganz unterschiedliche Therapiemethoden dort zu erhalten. Ganz besonderes Highlight ist die Ranio-Sacrale-Therapie. Dies ist eine eine ganzheitliche manuelle Behandlungsmethode, die mit Hilfe sanfter Berührung durch den Therapeuten, Blockaden und Funktionsstörungen des Körpers und der Seele lösen und korrigieren kann. „Die Hände sind dabei das wichtigste Instrument des Therapeuten“, weiss Sabine Altena zu berichten. „Durch die spezielle Behandlung werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert und unterstützt sowie spezielle lokale Probleme und Beschwerden aufgespürt und nachhaltig beseitigt. Dies gilt für Erwachsene aber auch für Kinder- und Jugendliche“, so Altena weiter. So wird ab sofort auch eine Spendendose des Kinderhospizes im Praxisraum der Physiotherapie stehen, um auch so weitere Unterstützer und Spender für die soziale Einrichtung zu gewinnen.

Über 40.000 Kinder- und Jugendliche sind in Deutschland von einer tödlichen, lebenslimitierenden Krankheit betroffen. Das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz gibt den betroffenen Familien die Möglichkeit, bis zu 28 Tage im Jahr hier zusammen einzuziehen. Das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept bietet nicht nur die liebevolle und optimale Pflege für das schwer kranke Kind, vielmehr ist es eine umfassende Familienhilfe. Die Entlastungsaufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, schaffen neue Kraft bei den betroffenen Eltern für die oftmals sehr aufwändige 24-Stunden-Pflege des kranken Kindes und fördern auch die gesunden Geschwisterkinder. Über 30 fest angestellte Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer arbeiten aktuell dort. Der gemeinnützige Trägerverein ist dauerhaft zu einem Höchstmaß auf Spenden angewiesen, um sein wichtiges Hilfsangebot aufrechterhalten zu können.

Mehr als 850.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen, da die derzeitige Finanzierung durch die Krankenkassen hierzu nicht ausreicht. Über 600 betroffene Familien aus dem gesamten Bundesgebiet nutzten seit der Einweihung des Kinder- und Jugendhospizes im November 2011 das stationäre Hilfsangebot des Trägervereins. 6.000.000 Euro wurden seit dem Jahr 2008 in den Kauf und den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Thüringer Fernwasserversorgung in Tambach-Dietharz im Thüringer Wald zum Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland investiert. 92 Prozent dieser Investitionssumme wurden durch Spenden von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und Unternehmen und nichtstaatlichen Zuwendungen durch Stiftungen aufgebracht. Dank dieser Hilfe entstand ein buchstäblich zweites Zuhause für diese betroffenen Familien – fernab von jeder Krankenhausathmosphäre.

Betrieben wird das stationäre Kinderhospiz von einem gemeinnützigen Trägerverein. Ein sechsköpfiger ehrenamtlicher Vorstand leitet die Geschicke bereits seit dem Jahr 2005 und hat so in den vergangenen zehn Jahren Ostdeutschlands größtes ehrenamtlich organisiertes Sozialprojekt initiiert. Der Gründer, Initiator und bis heute ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Heber wurde im Jahr 2015 mit dem „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet. Im Jahr 2017 plant der Trägerverein den dringend erforderlichen Ausbau des Kinder-und Jugendhospizes, da die Nachfrage steigt. So sollen in einem noch unsanierten Nebengebäude neue Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Holzwerkstatt entstehen. Hierfür werden zusätzliche 750.000 Euro Investitionskosten benötigt. Leider stehen hierfür derzeit keine staatlichen Förderungen zur Verfügung.

Informationen unter www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de oder www.facebook.com/kinderhospiz. Spendenkonto – IBAN: DE64860205000003566900, BIC: BFSWDE33LPZ, Bank für Sozialwirtschaft.

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