Interkulturelle Müllsammelaktion in Gotha



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Interkulturelle Müllsammelaktion in Gotha. Bild: Olena Obodovska

Am 12. April um 16.30 Uhr versammelten sich mehr als 50 Freiwillige aus verschiedenen Altersgruppen und Herkunftsländern wie der Ukraine, dem Iran, Syrien und Eritrea am Coburger Platz in Gotha

Ausgerüstet mit Müllsäcken, Handschuhen und Greifzangen, trafen sie zusammen, um den Brennpunktstadtteil von Müll zu befreien. Die Aktion wurde von der Servicestelle Integration der Johanniter Westthüringen, der Gothaer Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Senfkorn Stadtteilmission Gotha-West organisiert.

Die Idee zum Einsatz kam ursprünglich von ukrainischen Geflüchteten, berichtet Anne-Marie Störger, die gemeinsam mit Kristin Exel, die Organisation übernahmen. Auf dem Einladungsplakat für die Aktion im Rahmen des Subbotnik Gotha sind neben Johannitern und BUND auch der Freistaat Thüringen, das Landesverwaltungsamt und sogar die Europäische Union als Unterstützer aufgeführt, da sie die Servicestelle mit finanzieren.

Die freiwilligen Helfer sammelten Müll entlang einer festgelegten Route, die sie durch Grünflächen und Wege rund um den Coburger Platz, die Juri-Gagarin-Straße, von-Zach-Straße und August-Creutzburg-Straße führte. Amal Kenjo und Tanja Hogel hatten im Vorfeld die am stärksten betroffenen Bereiche ermittelt. Olena Obodovska, die sich erst kürzlich der Gruppe anschloss, übernahm die Fotodokumentation des Tages.

Insgesamt wurden zwischen 50 und 60 Müllsäcke gesammelt, die teils an Sammelstellen abgelegt, teils in Restmüll-Container gesteckt wurden. Unter den ungewöhnlicheren Funden befanden sich ein Autokatalysator und ein SAT-Receiver. Die Stadt Gotha unterstützte die Aktion mit Materialien und organisierte den Abtransport des gesammelten Mülls.

Als Belohnung für die harte Arbeit gab es für alle Beteiligten sieben Familienpizzen. Die Veranstalter waren von der hohen Teilnehmerzahl überrascht und begeistert. Kristin Exel betonte, wie überwältigt sie von der großen Anzahl helfender Hände waren, da ursprünglich nur mit etwa 20 Teilnehmenden gerechnet wurde.

Der Einsatz zeigte nicht nur das Engagement der Gemeinschaft bei der Sauberhaltung ihres Stadtteils, sondern auch das erfolgreiche Zusammenwirken verschiedener Kulturen und Generationen für ein gemeinsames Ziel.
Es war ein eindrucksvoller Tag voller Gemeinschaftssinn und Engagement.

Autor: Pascal Luhn

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