Wer waren eigentlich die Gothaer Herzoginnen?

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Am morgigen Mittwoch ist Frauentag. Dann stehen auch auf Schloss Friedenstein die Damen im Vordergrund. Während es sonst meist um die Errungenschaften der Gothaer Herzöge geht, richtet die Museumspädagogin Gabriele Roth bei ihrer Führung am 8. März, um 14.30 Uhr, den Fokus auf die Gattinnen. Die Gothaer Herzöge regierten das Land, aber wer waren die Frauen an ihrer Seite? Diese Frage soll eine vergnügliche Spurensuche in den historischen Gemächern von Schloss Friedenstein beantworten.

Heute würde es die eine oder andere Dame von ihnen wohl in die Klatsch- und Tratschspalten der Boulevardzeitschriften schaffen: die Herzogin beispielsweise, die nach dem Tod ihres Gemahls mit dessen Astronom durch halb Europa reiste und sich in Genua niederließ. Oder die Herzogin, die eine Tochter ins britische Königshaus verheiratete und davon überzeugt war, dass diese dafür nicht Englisch sprechen muss. Und ganz bestimmt gäbe es auch Schlagzeilen über die Trennung und späteren Scheidung, welche die Gothaer Prinzessin Luise bereits nach sieben Ehejahren durchmachen musste. Bei ihrer Hochzeit war sie erst 16 Jahre alt gewesen, ihre beiden Söhne Ernst und Albert durfte sie nach Scheidung nie wiedersehen. Das Vorurteil von der bösen Stiefmutter kann an Beispielen aus dem Gothaer Herzoghaus wiederum widerlegt werden, denn es gab liebevolle und fürsorgliche Stiefmütter für die Prinzen und Prinzessinnen.

Die Besucherinnen – natürlich sind auch die Männer sehr herzlich eingeladen – erwartet ein Spaziergang durch die historischen Gemächer, bei dem ausnahmsweise die Frauen der Gothaer Herzöge, abgebildet auf Gemälden und als kleine Wachsfiguren, im Mittelpunkt stehen.

Weitere Informationen:
Die Führung kostet 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro).
Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel.: 03621/8234-550

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