Krisenstab „IMAS“ wegen Omikron aktiviert

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Grafik: Tumisu/Pixabay

Erfurt (red, 4. Januar). Das Kabinett hat heute beschlossen, die Geschäftsstelle des „Interministeriellen Arbeitsstabes für Notfalllagen“ (IMAS) zum Krisenstab der Landesregierung zu machen: „Er soll die Arbeitsfähigkeit der kritischen Infrastruktur im Freistaat absichern“, erklärte Innenminister Georg Maier.

Was „kritische Infrastruktur“ ist. Grafik: TÜV Rheinland

Dies gelte zunächst für vier Wochen und könne bei Bedarf durch das Kabinett verlängert werden. Man sehe es als erforderlich an, aufgrund der zu erwartenden hohen Inzidenzzahlen der Omikron-Variante organisatorische Vorsorge zu treffen. „Dies bedeutet vor allem, personell und strukturell vorbereitet zu sein und nicht der heute schon erkennbaren Infektionsdynamik hinterherzulaufen“, betonte der Minister.

Dies erfordere ein ressortübergreifendes und abgestimmtes Krisenmanagement zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit der kritischen Infrastruktur. Dies betreffe vor allem wichtige Einrichtungen der Daseinsvorsorge, die durch hohe Krankheits- und Quarantänefälle in ihrer Funktionsfähigkeit bedroht sein könnten. Der IMAS vereine dazu die Verantwortlichkeiten der Ministerien im Pandemiemanagement an einer Stelle.

Das Gesundheitsministerium bleibe weiterhin federführend in Sachen Pandemie. Die Stabstellen der Ressorts würden nunmehr die ressortinternen Maßnahmen abteilungs- und referatsübergreifend koordinieren. „Es geht vor allem darum, festzustellen, welche Reserven wo verfügbar sind und wie Abstimmungen effizient laufen müssen“, so Maier.

Nach Beschluss des Kabinetts habe bereits die erste IMAS-Sitzung stattgefunden, um weitere Entscheidungen zu treffen.

Minister Maier stellte abschließend klar, dass aktuell für Thüringen keine Katastrophensituation bestehe und daher auch kein Anlass gebe, den landesweiten Katastrophenfall auszurufen.

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