Blue Volleys mit Sieg zum Abschluss

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Gotha (red/wm, 20. Dezember). Deutlicher als zuvor erwartet, gewannen die Blue Volleys Gotha das letzte Hinrundenspiel in der 2. Bundesliga Süd zu Hause gegen den TV/DJK Hammelburg mit 3:0 (16; 21; 13).

Die Hiobsbotschaft auf Gothaer Seite lautete vor dem Spiel: „Zuspieler Hannes Krochmann kann nicht spielen.“ Auch ihn hatte die grassierende Erkältungswelle erwischt. Dabei hätte der Ex-Hammelburger zu gern gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden gespielt.

Da auch Außenangreifer Antoni Piotrowski nach seinem Infekt nur bedingt einsatzfähig war und zudem der verletzte Kapitän Robert Werner weiterhin fehlt, griff Trainer Jonas Kronseder auf das mittlerweile fast schon etablierte 4-2.System mit zwei Zuspielern zurück. Nur mussten es diesmal die beiden „Oldies“ Hannes Maisch und Spielertrainer Kronseder selbst, statt des ausgefallenen Krochmann, im Zuspiel richten. Wie das Spiel dann zeigte, mit Erfolg.

Auf den beiden Außen/Annahmepositionen spielten Christoph Aßmann und Matthew Bowers, in der Mitte Tomasz Gorski und Elias Götze und als Libero Max Stückrad. In Reserve auf der Bank saßen Felix Lesche, Antoni Piotrowski und die beiden Nachwuchsspieler Justus Krauße und Richard Werner.

Auch die Gäste aus Unterfranken hatten Ausfälle zu verzeichnen. So fehlte der starke Mittelblocker Nils Rehmeier im Aufgebot. Zudem standen überraschenderweise die beiden Topscorer Moritz Rauber und Branko Damjanovic nicht in der Startformation der Gäste.

Die Hausherren waren nach dem Anpfiff des im gesamten Spiel gut und souverän amtierenden 1. Schiedsrichter Andre Müller-Beck, sofort hellwach und gingen mit 8:4 in die 1. Technische Auszeit. Auch in der Folge hatten die Gothaer das Spiel jederzeit im Griff, auch weil den Hammelburgern ungewohnt viele Fehler unterliefen. Auf Gothaer Seite sorgte insbesondere  der Kanadier Bowers für die Mehrzahl der Punkte aber auch die beiden Zuspieler Kronseder und Maisch sorgten mit ihren Angriffsaktionen immer wieder für große Freude bei den gut 100 Zuschauern, die trotz des parallel verlaufenden WM-Endspiels den Weg in die Ernestiner-Sporthalle gefunden hatten. Über die Zwischenstationen 16:7 und 19:10 war es dann Bowers vorbehalten, mit einem krachenden Pipeangriff zum 25:16 den Satz zu beenden.

Im 2. Abschnitt griff nun Hammelburgs Trainer Philipp Fischer seinerseits tief in die Taktikkiste. Er verzichtete auf einen zweiten Mittelblocker, ließ den Zuspieler diagonal zum verbliebenen Mittelblocker Milan Pajkic laufen und spielte stattdessen mit Severin Hauke und Damjanovic mit zwei potentiellen Diagonalangreifern. Der Hintergrund war vermutlich, den zwei Zuspielern auf der Seite der Blue Volleys zwei starke Angreifer gegenüberzustellen und so mehr Angriffspower und ein Übergewicht am Netz zu entwickeln. Leider war dieser Plan schon kurze Zeit später nur noch Makulatur. Beim Stand von 2:2 kam eine verunglückte Hammelburger Annahme auf die Gothaer Seite zurück. Diesen Ball schmetterte Aßmann sofort zurück und traf dabei Pajkic unabsichtlich aus kürzester Entfernung im Gesicht. Der blieb benommen liegen und musste anschließend wegen des Verdachts einer Gehirnerschütterung sogar ins Krankenhaus. Die Blue Volleys wünschen ihm von dieser Stelle aus alles Gute und schnelle Genesung. Für ihn kam wieder Claudius Schübel aufs Feld.

Bis zur 2. Technischen Auszeit beim Stand von 16:15 für die Blue Volleys hielten die Unterfranken die Partie jetzt dennoch offen. Eine kleine Zwischenoffensive der Gastgeber sorgte dann jedoch beim Stand von 20:16 für eine 4-Punkte-Führung. Die schmolz zwar nochmal auf zwei Punkte, aber am Ende gingen die Gothaer nach dem 25:21 mit 2:0 nach Sätzen in Front.

Dass die Gothaer im Saisonverlauf an Stabilität gewonnen haben, zeigte sich im folgenden Satz. Gab es zu Saisonbeginn nach 2:0-Satzführungen noch einige schmerzhafte 2:3-Niederlagen, spielten die Gothaer diesmal konsequent und ohne Wackler weiter. Bei den Gästen machte sich in dem ungewohnten Spielsystem nun immer mehr Konfusion breit. Daran änderten auch die Wechsel im Zuspiel und auf Außen nicht viel.

Souverän und letztlich ungefährdet holten sich die Blue Volleys auch den Schlusssatz mit 25:13 und hatten damit drei ganz wichtige Punkte in Gotha behalten.

Als MVP wurden für ihre guten Leistungen Maisch bei den Gothaern und Michael Roswell bei den Gästen ausgezeichnet.

Mit nunmehr 20 Punkten und als Tabellenfünfter gehen die Blue Volleys in die dreiwöchige Pause zum Jahresende. Damit hat man aktuell 6 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz aber auch nur 5 Punkte Rückstand auf den 3. Platz. In der Wertung der allerdings bedeutungslosen insgesamt gespielten Sätze sind die Gothaer mit 50 Sätzen in 12 Spielen sogar Spitzenreiter.

Für die Gothaer geht es dann am 14. Januar beim ASV Dachau und am 21. Januar zu Hause gegen Tabellenführer FT 1844 Freiburg weiter.

Blue Volleys Gotha mit: Aßmann, Bowers, Stückrad, Gorski, Götze, Maisch, Kronseder, Lesche, Piotrowski, Krauße und Ri. Werner

 

 

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