Arbeitslosenzahl so niedrig wie nie

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Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Gotha (red, 30. November). Die Agentur für Arbeit teilte heute mit, dass sich der Arbeitsmarkt im Landkreis Gotha und im Unstrut-Hainich-Kreis weiterhin in einem sehr guten Zustand zeige.

So sank die Arbeitslosigkeit erneut. Im November waren 6.496 Menschen arbeitslos gemeldet. Das bedeutet einen erneuten historischen Tiefstand. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit konnten alle Personengruppen profitieren. Am stärksten sank die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Die Anzahl der neu gemeldeten Stellen nahm zu. Der Bestand an offenen Stellen liegt über dem Vorkrisen-Niveau.

„Den zweiten Monat in Folge sehen wir historische Tiefstände bei der Zahl der Arbeitslosen. Die Nachfrage nach ausgebildeten Fachkräften ist weiterhin hoch. Diese werden aber im Normalfall nicht arbeitslos. Daher dauert es zunehmend länger, eine offene Stelle zu besetzen. Aktuell sind es 170 Tage, die wir benötigen, um eine freie Stelle zu besetzen. Erfreulich ist, dass die Zahl der Stellen für Helfer- und Anlerntätigkeiten wieder zunehmen. Damit haben auch Menschen, die längere Zeit arbeitslos sind, wieder eine Chance auf einen neuen Job. Wie und in welchem Umfang sich die neuen coronabedingten Einschränkungen auswirken, können wir aktuell noch nicht abschätzen. Wir sehen aber einen Rückgang bei Jobs in der Zeitarbeit. Gleichzeitig wurde im November für fast 1.200 Beschäftigte Kurzarbeit neu angezeigt“, sagte Johannes Langenkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gotha.

Arbeitslosigkeit sinkt deutlich
Im November waren 6.496 Menschen im Agenturbezirk Gotha arbeitslos gemeldet. Das waren 128 weniger als im Vormonat und 1.519 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,1 % (Vormonat 5,2 %). Im Vorjahr betrug sie noch 6,3 %. Im Landkreis Gotha sank die Arbeitslosenquote auf 4,5 % (Vorjahr 5,8 %) und lag damit unter der des Freistaates Thüringen (4,8 %).

Die Zahl der Arbeitslosen sank sowohl in der Arbeitsagentur als auch bei den Job-Centern. Im November waren 2.315 Arbeitslose in der Arbeitslosenversicherung gemeldet, 71 weniger als im Vormonat und 1.178 weniger als im Vorjahr.

Die Zahl der Arbeitslosen in den Job-Centern nahm weiter ab. Im November waren 4.181 Arbeitslose in beiden Job-Centern registriert. Damit sind zwei von drei Arbeitslosen bei den Job-Centern gemeldet. Gegenüber dem Vormonat bedeutet dies einen Rückgang von 57 und gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 341 Arbeitslosen.

Unterbeschäftigung
In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch Teilnehmende an Maßnahmen, Weiterbildungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst. Sie bietet damit einen umfassenderen Eindruck der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) betrug im November 8.219. Das waren 1.538 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 6,4 % und damit deutlich unter dem Wert des Vorjahres (7,6 %).

Bewegung auf dem Arbeitsmarkt
Die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt bleibt auf einem hohen Niveau. Im November änderte sich für jeden zweiten Arbeitslosen der Status.

Im November beendeten 1.684 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 96 weniger als im Vormonat und 454 weniger als im Vorjahr. Von ihnen nahmen 453 Personen eine Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt auf. Seit Jahresbeginn konnten 5.941 Arbeitslose einen neuen Job finden, 1 % weniger als im Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig meldeten sich im November 1.548 Menschen neu oder erneut arbeitslos, 150 mehr als im Vormonat und etwa genauso viele wie im Vorjahr. 527 gingen zuvor einer Tätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt nach. Trotz der Coronakrise ist die Gefahr gesunken, aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos zu werden. Seit Jahresbeginn haben sich 5.915 Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos gemeldet, 22 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Fachkräftenachfrage liegt über dem Vorkrisen-Niveau
Die Zahl der neu gemeldeten Stellen stieg gegenüber dem Vormonat leicht an. Die Unternehmen meldeten 409 neue Stellen, 24 mehr als im Vormonat, aber 45 weniger als im Vorjahr. 

Im November lag die Zahl der gemeldeten Stellen über dem Vor-Corona-Niveau. Aktuell liegen 2.273 offene Stellen zur Besetzung vor, 70 weniger als im Vormonat, aber 488 mehr als im Vorjahr. Nur 373 Stellen sind in Teilzeit, alle anderen in Vollzeit gemeldet. Die meisten Stellen sind für ausgebildete Fachkräfte ausgeschrieben (77 %). Es liegen 513 Stellen für Helfer- und Anlerntätigkeiten vor. Die Besetzungszeit für eine offene Stelle hat sich weiter verlängert. So dauert es durchschnittlich 147 Tage, um eine Stelle zu besetzen, 30 Tage mehr als im Vorjahr.

Landkreis Gotha
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Gotha sank auf den historisch niedrigsten Wert von 4,5 % und liegt damit weiterhin unter dem Thüringer Wert (4,9 %). Im Vorjahr betrug die Arbeitslosenquote 5,8 %. Im November 2019 betrug sie 4,8 %.

Im November waren 3.288 Menschen arbeitslos gemeldet, 97 weniger als im Vormonat und 942 weniger als im Vorjahr. Der Bestand an Arbeitslosen lag damit unter dem Vor-Corona-Wert des Jahres 2019.

Im November meldeten sich 759 Menschen erstmals oder erneut arbeitslos, 61 mehr als im Vormonat, aber 28 weniger als im vergangenen Jahr. 285 davon waren vorher auf dem 1. Arbeitsmarkt beschäftigt. Seit Jahresbeginn meldeten sich 3.236 Menschen nach einer Beschäftigung arbeitslos. Dies sind ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig beendeten im November 860 Menschen die Arbeitslosigkeit, 61 weniger als im Vormonat und 102 weniger als im Vorjahr. Von ihnen nahmen 256 eine Erwerbstätigkeit auf. Seit Jahresbeginn konnten 3.284 Arbeitslose einen neuen Job finden. Das sind ebenso viele wie im Vorjahreszeitraum.

Im November wurden 242 offene Stellen gemeldet, 34 mehr als im Vormonat und 9 mehr als im Vorjahr. Aktuell liegen 1.471 offene Stellen zur Besetzung vor, 465 mehr als im Vorjahr. Die Besetzung einer offenen Stelle dauert durchschnittlich 170 Tage und damit 28 Tage länger als im Vorjahr.

 

H&H Makler

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