Flugtage, die nachdenklich stimmen

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Fliesenstudio Arnold

Es sollte ein herrlicher Tag auf dem Flugplatz Alkersleben werden …

Als ehemalige Segelfliegerin sind solche Tage etwas Besonderes im Terminkalender und die Kür ist deutlich größer als die Pflicht. Bei 30 Grad und praller Sonne trafen sich große und kleine Flugbegeisterte zwischen Arnstadt und Erfurt. Modellbauer und „echte Piloten“ waren da. Im Hubschrauber und Viersitzern konnte man Mitfliegen und Kunstflieger vom Boden aus beobachten.

Gegen 16:40 Uhr nahm das Vergnügen ein jähes Ende und allen wurde schlagartig bewusst: Kunstflug ist ein riskanter Sport. Einer der Piloten der Viererformation schlug auf und verstarb in den Flammen. Die Einmotorige vom Typ Zlin-226T Trener (Artikelfoto) wurde zu Schulungszwecken, zum Segelflugschlepp und als Kunstflieger bis 1961 in der Tschechoslowakei gebaut. Sofort wurde der Flugplatz geräumt, Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei waren schnell vor Ort und nahmen die Ermittlungen auf. Zuschauer kamen beim Flugzeugabsturz nicht zu Schaden, der Unfall ereignete sich mehrere Hundert Meter vom Zuschauerbereich entfernt. Zum derzeitigen Zeitpunkt ist sicher, dass der 49-jährige Pilot zur Kunstflugstaffel Aero Gera unter Leitung des bekannten Kunstflugpiloten Dr. Gerd Beierlein gehörte.

Ein tragischer Unfall … vor den eigenen Augen … der nachdenklich stimmt … Wie hoch darf im Leben der Risikoeinsatz sein? Wann hört der Spaß auf? Wie viel Verantwortung tragen wir für uns und Andere?

Am heutigen Sonntagvormittag entschied der Veranstalter, dass die Flugtage in Alkersleben an diesem Wochenende nicht fortgesetzt werden. (Liv)

Ein Eindruck in Bildern, fotografiert von Livia Zimmermann mehr Bilder unter viadata:

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