Seit dem 19. November ist die Postfiliale in der Hauptstraße in Waltershausen geschlossen. Die DHL-Group und die Stadtverwaltung suchen fieberhaft nach einer Nachfolge.
Aus personellen Gründen wurde die Filiale, welche Teil des Waltershäuser Elektrodienstes war, geschlossen. „Wir können da nicht einfach eine neue Leitung installieren. Bei den Geschäften handelt es sich um ein Franchise“, erklärte Thomas Kutsch, Pressesprecher der DHL-Group. Das heißt: Für eine neue Filiale muss sich ein Gewerbetreibender bereit erklären, eine Filiale zu eröffnen oder die Annahme in ein bestehendes Geschäft zu integrieren.
Es wird nun eine Vakanzzeit geben, in der Kunden Ausweichoptionen wahrnehmen müssen. „Einschreiben und Briefe können auch in Annahmestellen an der Total-Tankstelle in Waltershausen und in Schwarzhausen bei Elektro Baumann abgegeben werden“, sagte Leon Graupner, Bürgermeister der Stadt Waltershausen. Für Pakete besteht die Möglichkeit, sie über die Packstationen zu versenden oder in der Postfiliale in Friedrichroda abzugeben.
Wie der Pressesprecher der DHL-Group mitteilte, kam die Schließung der Filiale unerwartet und kurzfristig. „Wir bemühen uns, eine schnelle und verträgliche Lösung für alle zu finden.“ Auch mit der Hilfe der Stadtverwaltung wird nun um Gewerbetreibende geworben. „Drei vielversprechende Interessenten haben sich bereits gemeldet“, meinte Leon Graupner. Die Stadt könne als Anlaufstelle dienen und Kontakte zwischen DHL und Firmenbetreibern herstellen.
Auf der Suche nach einer Nachfolge kann die DHL nicht aufgeben. Nach dem Postgesetz aus dem Jahr 2024 ist sie verpflichtet, ab 2000 Einwohnern mindestens eine Filiale zu betreiben. Wer Interesse an einer Zusammenarbeit hat und den Waltershäusern eine neue Postfiliale schenken möchte – immerhin ist bald Weihnachten –, kann unter www. deutschepost.de/partner-werden über die Konditionen und Voraussetzungen informieren.
Auch Leon Graupner wünscht sich in dieser Angelegenheit eine schnelle Lösung: „Eine Filiale für die Brief- und Paketannahme gehört zur Daseinsvorsorge.“ Um die Zeit stressfrei zu überstehen, gibt Thomas Kutsch den Kunden einige Tipps mit auf den Weg: „Wer Pakete zu sich bestellt und nicht anzutreffen ist, kann in seinem Konto der Deutschen Post einstellen, welcher Nachbar das Paket annehmen darf oder dass es in eine von Ihnen gewählte Packstation gelegt wird. Noch einfacher ist die Lieferung direkt an eine ausgewählte Packstation in Ihrer Nähe.“
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 11 (2025)




















