Leistung lohnt sich: Gotha würdigt herausragende Regelschüler

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Anfang Juli erhielten fünf Schülerinnen und Schüler das „Andreas-Reyher-Diplom“ der Stadt Gotha. Damit wurden sowohl ausgezeichnete schulische Leistungen als auch soziales Engagement gewürdigt.

Als die fünf Regelschulabsolventen im Bürgersaal des Historischen Rathauses Platz nahmen, war von der bevorstehenden Preisverleihung nicht viel zu spüren. Einzig Oberbürgermeister Knut Kreuch war bester Laune. Nach einer kurzen Eingewöhnung tauten auch die fünf Preisträger etwas auf. „Die Vergabe des ‚Andreas-Reyher-Diploms‘ ist seit neun Jahren eine schöne Tradition. Die Leistungen und der Einsatz dieser Schüler zeigen, wie gut Bildung und das Leben in Gotha sind“, betonte Knut Kreuch in seiner Rede an. Je ein Schüler aller fünf Regelschulen im Stadtgebiet wurde nominiert.

Eine Jury aus Vertretern der Stadtverwaltung und des Staatlichen Schulamts Westthüringen bewertete die Vorschläge und stimmte über die Platzierungen ab.
Erstmalig seit Einführung des Diploms teilen sich in diesem Jahr zwei Absolventinnen des Jahrgangs 2025/2026 den ersten Platz. Paula Kramer erreichte einen Notendurchschnitt von 1,18. Ein Blick allein auf ihre schulischen Leistungen wäre jedoch zu kurz gegriffen. „Sie ist verantwortungsbewusst, engagiert und organisiert. In ihrer Freizeit ist sie bei der Feuerwehr und der DLRG-Ortsgruppe aktiv“, so Kreuch in seiner Laudatio. Neben einem Preisgeld von 100 Euro erhielt Paula einen Gotha-Gutschein im Wert von 25 Euro. Eine Würdigung ihrer außerschulischen Leistungen und ihres sozialen Engagements!

Den geteilten ersten Platz belegt auch Banafshe Yaqobi. Sie erreichte ebenfalls einen Notendurchschnitt von 1,18. Hinter ihrem Abschluss verbirgt sich jedoch noch eine besondere Geschichte: Die Schülerin kam vor vier Jahren gemeinsam mit ihrer Familie nach Deutschland. Die Flucht aus Afghanistan nahm ihr weder Leidenschaft noch Energie. In kürzester Zeit eignete sie sich die deutsche Sprache an. Obwohl sie keine schulischen Vorkenntnisse aus ihrer Heimat mitbringen konnte, stieg sie an der Conrad-Ekhof-Schule sofort in die siebente Klasse ein. „Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Ich musste an der Regelschule weder Rassismus noch Ausgrenzung erleben“, sagte die Absolventin. Nach einer ersten Eingewöhnungsphase wurde Banafshe schnell zu einem wichtigen Teil der Schulgemeinschaft. Als Schülersprecherin zeigte sie Engagement und Ideenreichtum. Inzwischen plant Banafshe den Besuch der gymnasialen Oberstufe an der KGS „Herzog Ernst“.

Diese Leistungen unter den gegebenen Umständen veranlassten die Stadt Gotha, zusätzlich zu den 100 Euro Preisgeld einen weiteren Zuschuss zu gewähren, nämlich einen Gotha-Gutschein im Wert von 50 Euro.

Mit einem Notendurchschnitt von 1,3 sicherte sich Emma Charlotte Leubner von der KGS „Herzog Ernst“ den dritten Platz. Auch sie durfte sich an diesem Tag über 100 Euro Preisgeld freuen. Die Absolventin lobte die Qualität des Unterrichts und wird auch deshalb die gymnasiale Oberstufe der Gesamtschule besuchen. Oberbürgermeister Kreuch betonte das Organisationstalent der jungen Dame: „Dank ihres Managements konnte sie ihre Gruppe im Abschlussprojekt zu besonderem Erfolg führen. Im Rahmen dieser Arbeit sorgte sie außerdem für reibungslose Zusammenarbeit der Klassen fünf, sechs und sieben.“

Nach der Vergabe aller Diplome zog Oberbürgermeister Knut Kreuch ein schönes Fazit: Er sehe, dass jeder in Gotha gute Bildungschancen vorfände. Auch die Qualität der Regelschulen sowie die Arbeit der Lehrkräfte sollten mit der Vergabe dieser Auszeichnung gewürdigt werden.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 7 (2026)

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