Thüringer Verein treibt „Digitalpakt Kita“ voran

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Foto: symbioun e. V.

Gotha (red, 27. April). Während Schulen und Schulträger mit ersten Investitionen in die digitale Infrastruktur unterstützt werden, fehlen flächendeckende Digitalisierungsangebote für Kitas. Doch auch sie profitieren von einer besseren technischen Ausstattung, mehr Medienkompetenzen und maßgeschneiderten Kita-Apps. Damit Kitas einen Fahrplan und finanzielle Mittel für ihren digitalen Wandel erhalten, hat „symbioun“ mit vielen Partnern den „DigitalPakt Kita“ ins Leben gerufen. Nach einer Pilotphase in Thüringen startet dieser am 5. Mai mit der ersten Bundeslandkampagne in Berlin.

Seit über 13 Jahren ist „symbioun“ als Bildungsakteur für Prävention und Gesundheitsförderung aktiv. Von Beginn an begleitet der Thüringer Verein auch Kitas und weiß, wie viele Anforderungen an sie gestellt werden. Eltern wünschen sich ein abwechslungsreiches und gesundes Programm für ihre Kinder. Erzieher*innen sollen individuell fördern, im regelmäßigen Austausch mit den Eltern stehen und Bildungspläne erfüllen. Damit dies gelingt, muss viel organisiert, dokumentiert und kommuniziert werden. Mit einer Unterstützung im digitalen Bereich intendiert „symbioun“ eine Aufrechterhaltung der Bildungschancen. Mit der Initiierung des „DigitalPaktes Kita“ sollen die verwaltenden und besonders pädagogischen Arbeitsprozesse in der Kita automatisiert, erleichtert und Mitarbeitende befähigt werden, digitale und datenschutzkonforme Systeme zu nutzen.

„Der DigitalPakt Kita verändert nachhaltig die Ausstattung und Medienkompetenzen in den Einrichtungen und befähigt sie, selbstbestimmt ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag wahrzunehmen. Mit großangelegten Bundesland-Spendenkampagnen wollen wir jetzt die finanziellen Mittel gemeinsam und solidarisch sammeln und diese mit weiteren Fördermitteln kombinieren, damit die Einrichtungen ihren digitalen Wandel voll gefördert starten können“, so Stefan Heyn, Gründer von „symbioun“ und dem „DigitalPakt Kita“.

Nach einer ersten Pilotphase mit Thüringer Kitas startet jetzt offiziell die erste Bundeslandkampagne in Berlin. Berliner Einrichtungen können sich ab sofort auf www.digitalpaktkita.de für ein Drei-Jahres-Projekt bewerben, indem sie schrittweise und voll gefördert „digitalisiert“ werden.

Träger, Kita-Teams, Eltern und Interessierte erfahren am 5. Mai ab 10 Uhr und bis 12 Uhr in einer Online-Infoveranstaltung mehr. Per Livestream (zu erreichen über gleiche Webseite) erklären die Initiatoren, was sich hinter der Berliner Kampagne „Digital nach vorn“ verbirgt.

Im ersten Schritt können 100 Kindertagesstätten je Bundesland profitieren. So soll auch zeitnah eine Kampagne in Thüringen gestartet werden. Proaktiv werden potenzielle Einrichtungen und später auch Spender*innen angesprochen. Sind finanzielle Zwischenziele erreicht, beginnt die Ausstattung der teilnehmenden Kitas.

In drei Jahren durchlaufen zwei Erzieher*innen je Einrichtung eine Fortbildung, in der sie notwendige Medienkompetenzen und einen souveränen Umgang mit digitalen Technologien erlangen. Auch Daten- und Kinderschutz, Medienrecht und Gesundheitsthemen werden thematisiert. Dieses Wissen hilft ihnen dabei, sich selbst und die Kolleg*innen zu befähigen, zum Beispiel digitale Elternabende und die Portfolioarbeit mithilfe der neuen diki®-App alltagsintegriert durchzuführen. „Dabei berücksichtigen wir bundeslandspezifische Vorgaben für den Beobachtungsprozess in Kitas. Dank einer engen Zusammenarbeit mit den Autor*innen des BeoKiz-Verfahrens, können wir Bildungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern anhand eines mehrstufigen Beobachtungsverfahrens individuell in der App abbilden. BeoKiz ist ein Projekt der Fachhochschule Potsdam im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Damit Kitas die diki®-App nutzen können, stellen wir Ihnen auch einen Mobilfunkvertrag inklusive iPads zur Verfügung“, erklärt Projektleiterin Sandra Scheibe von „symbioun“ stolz.

Alle Bestandteile des „DigitalPaktes Kita“ zielen darauf ab, die Arbeit der Einrichtungsteams zu vereinfachen, die Eltern-Kita-Kommunikation krisenfest sicherzustellen und vor allem mehr Zeit für die Kinder zu haben. „Gerade bei der Beobachtung und Dokumentation der Bildungsprozesse von Kindern eröffnen sich damit neue Möglichkeiten für Pädagog*innen. Auch die Kommunikation im Team und mit den Familien kann durch den Einsatz digitaler Medien erleichtert und bereichert werden. Unsere Kitas arbeiten nach dem offenen Konzept und wir sehen durch die Nutzung von digitalen Medien, dass Prozesse in der Kita effizienter gestaltet werden können“, bestätigt auch Luise Dinter, Kita-Fachberaterin des Trägers „Forum Soziale Dienste“ Berlin. Für 100 Berliner Kitas rückt dieses Ziel jetzt in greifbare Nähe.

Ansprechpartnerin bei Fragen zum DigitalPakt Kita:
Sandra Scheibe
Projektleitung & Fundraising
Tel.: 03621 50336-22
Mobil: 0152 56658252
Mail: sandra.scheibe@digitalpaktkita.de
symbioun e. V.
Bahnhofstraße 14; 99867 Gotha
www.symbioun.de

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