Bereits Anfang des Jahres machte die Gothaer Landtagsabgeordnete Marion Rosin (CDU) mit einer Kleinen Anfrage auf die teils unzumutbaren Bearbeitungszeiten beim Elterngeld in Thüringen aufmerksam. Damals räumte die Landesregierung erhebliche Probleme ein und stellte insbesondere für den Landkreis Gotha Verbesserungen in Aussicht. Das teilte nun das Büro der Landtagsabgeordneten mit.
Ein aktueller Pressebericht zeigt jedoch, dass sich die Situation für viele Familien nicht verbessert hat. Demnach wartet eine Familie aus dem Landkreis Gotha trotz vollständiger Antragstellung bereits seit 16 Wochen auf die Auszahlung ihres Elterngeldes. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit soll derzeit bei rund 93 Tagen liegen.
„Vor acht Monaten habe ich die Landesregierung auf die Missstände aufmerksam gemacht. Passiert ist offensichtlich viel zu wenig. Es ist für mich völlig unverständlich, dass junge Familien weiterhin monatelang auf eine Leistung warten müssen, die ihre Existenz nach der Geburt eines Kindes sichern soll“, kritisiert Marion Rosin.
Als Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen hat die Abgeordnete nun eine Dringlichkeitsanfrage an die Landesregierung eingereicht. Darin verlangt sie Auskunft darüber, weshalb sich die angekündigten Verbesserungen bislang nicht bemerkbar machen, welche Sofortmaßnahmen nun ergriffen werden und ob Familien bei außergewöhnlich langen Bearbeitungszeiten künftig durch Abschlagszahlungen oder andere Überbrückungshilfen entlastet werden können.
„Eltern dürfen nicht die Leidtragenden von Personalmangel, Verwaltungsproblemen oder schleppender Digitalisierung sein. Wer Familien stärken will, muss dafür sorgen, dass zugesagte Leistungen auch rechtzeitig ankommen. Alles andere ist weder familienfreundlich noch verantwortungsvoll“, so Rosin.
Die Abgeordnete kündigt an, das Thema weiterhin eng zu begleiten. „Es ist meine Aufgabe als Landtagsabgeordnete, Missstände aufzugreifen, die Landesregierung zu kontrollieren und den Betroffenen eine Stimme zu geben. Solange junge Familien monatelang auf das ihnen zustehende Elterngeld warten müssen, werde ich bei diesem Thema nicht locker lassen.“





















