Behörde sticht heraus: Gothaer Jobcenter mit überragendem Testergebnis

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Das Jobcenter im Landkreis Gotha ist die Nummer eins im Osten. Keine andere Behörde aus den ostdeutschen Bundesländern schnitt in der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) so gut ab.

Bewertet hatte das IW die Integrationsquoten der Jobcenter. Untersucht wurde die Leistung der Behörden bei der Vermittlung von Arbeitssuchenden in den Arbeitsmarkt: „Zuerst hat das IW die zu erwartenden Integrationsquoten prognostiziert“, erklärte Lars Meyfahrt, Leiter des Bereichs Markt und Integration im Jobcenter Gotha. Dazu wurden nach Angaben des Landratsamts verschiedene regionale Faktoren einbezogen – u. a. die Arbeitslosenquote, die wirtschaftliche Situation, das Stellenangebot und strukturelle Faktoren. Dieser erwartbare Wert wurde anschließend mit der tatsächlichen Integrationsquote verglichen. Und genau hier hatte das Jobcenter die Nase vorn.

Das Gothaer Erfolgsgeheimnis? Der persönliche Kontakt zu den Kunden und die gute Erreichbarkeit. So bewertet es zumindest Lars Meyfahrt: „Genaue Werte und Faktoren kennen wir gar nicht. Da bleibt nur Raum für Vermutungen“, so der Bereichsleiter.
Fest steht indes: Im Bundesvergleich gehört die Gothas Behörde zu jenen Jobcentern mit den bundesweit längs­ten Öffnungszeiten. Außerdem gebe es laut Meyfahrt keine Schließtage in der Woche.

Neben den strukturellen Voraussetzungen sind auch Leidenschaft und Professionalität der Mitarbeiter von Bedeutung: „Unser Personal ist bestens geschult und bleibt weiterhin flexibel“, so Meyfahrt. Er hob hervor, dass das Jobcenter während der Öffnungszeiten für alle Kunden ein offenes Haus sei. Die Mitarbeiter stünden bei akuten Problemen auch ohne lange telefonische Vorgespräche zur Verfügung.

Besonders stolz ist der Bereichsleiter auf die zielgerichtete Vermittlung der Kunden und das Netzwerk regionaler Arbeitgeber. Mit einer Integrationsquote von 25,9 Prozent liegt das Jobcenter im bundesweiten Vergleich auf Rang 11 von 392 Behörden. Darüber zeigte sich Landrat Onno Eckert hocherfreut. Denn gemeinsam mit der Agentur für Arbeit ist der Landkreis Träger der Behörde.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 7 (2026)

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