Schon längst haben in Stübchen und Kämmerchen de Proben zum Volksschauspiel 2026 im Rahmen der Veit-Bach-Festspiele in Wechmar begonnen. Das teilte der Wechmarer Heimatverein mit.
Jeder, der einen Text hat oder en Lied singt, der übt schon heimlich zu Hause, damit alles klappt, wenn die aufwendigen Probenarbeiten beginnen. 52 Rollen mit so mancher textlichen, tänzerischen und auf jeden Fall schauspielerischen Herausforderungen sind der Feder von Knut Kreuch entsprossen und müssen für zwei Aufführungen gekonnt auf die Bühne gebracht werden. Und da nicht alle Schauspielerinnen und Schauspieler, nicht alle Musikantinnen und Musikanten aus Wechmar und Günthersleben stammen kommen Spielfreudige dazu aus Waltershausen, Großfahner, Eisenach, Georgenthal, Krayenberggemeinde, Seebergen, Remstädt, Wandersleben, Mühlberg, Arnstadt, Schönau vor dem Walde und Siebleben dazu.
Die weiteste Anreise hat Johanna, denn sie ist in Dresden zu Hause und schon seit Babyzeiten Mitglied des Vereins, bei vielen Volksschauspielen schon dabei gewesen, sie lässt sich die Mitwirkung als Junkerin Spitznase nicht entgehen.
So wie Johanna sind viele schon mehrfach in den letzten sechs Volksschauspielen dabei gewesen. Acht Mitwirkende haben seit dem Jahr 2000 zu keinem Volksschauspiel gefehlt und sechs Schauspielende treten zum ersten Male auf de Bretter, die für das Volksschauspiel hergerichtet werden.
Eine Tatsache vereint alle Mitwirkende, denn alle sind sie Laien, kein professioneller Schauspieler, keine professionelle Tänzerin oder ein Sänger darf bei den Veit-Bach-Festspielen mitwirken. Im wahren Leben sind sie Kindergartenpädagogin, Designer, Handelsvertreter, IT-Fachfrau, Physiotherapeutin, Gymnasialpädagogen, Erzieherausbilderin, Verwaltungsfachangestellte, Schüler & Schülerinnen, Augenärztin, Automechaniker, Versicherungsvertreterin, Klempner- und Installateur, Arzt-Studierende, IT-Fachmann, Verkäuferin, Kaufhausmanager, Logistikfachmann, Baumarktdispatcher, Baumgutachter oder Verwaltungsbeamter.
Sie stehen entweder noch mitten im Beruf oder sind schon in die Ruhephase eingetreten. Zwischen der jüngsten Schauspielerin und dem ältesten Mitwirkenden liegen acht Lebensjahrzehnte.
Das Volkschauspiel „Anna Bach – des Spielmanns Teufelsweib“ ist am 11. und 12. September 2026, jeweils 19.30 Uhr in der Sankt Viti Kirche Wechmar zu erleben.
Kartenvorverkauf online oder jeden Freitag 17-19 Uhr im Landhaus Studnitz.



















