Illegale Müllentsorgung: Nicht in Gotha!

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Fliesenstudio Arnold

Genug ist genug! Die Stadt Gotha hat in der ersten Hälfte des Jahres 2026 rund 16 Tonnen illegal abgelagerten Müll entfernt. Mit einer Aktion möchte die Stadtverwaltung dagegen angehen.

Die „Müllsünder“ zeigen keine Scham und keine Reue. Es wird nicht nachts klammheimlich ein großer Sack entsorgt. Nein: Hausabfälle, Kinderspielzeug, Malerabfälle, Bauabfälle, Altkleider und vieles mehr landen in Gotha auf freien Flächen, in Parkhäusern und neben Abfallcontainern.

Damit dem illegalen Ablegen von Müll Einhalt geboten werden kann, führte die Stadt Gotha testweise Kontrollen am Parkplatz in der Kindleber Straße durch. Zivil gekleidete Kräfte des Ordnungsdienstes der Stadt Gotha behielten gut vier Wochen lang den Standort genau im Blickfeld. Insgesamt 15 Kontrollen kamen dabei zustande. In neun Fällen konnte eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit erstattet werden. „Zwischen 6:00 Uhr und 20:00 Uhr waren immer ein bis zwei Mitarbeiter im Einsatz“, erklärte Isabel Schwabe vom Bürgeramt.

Einige kuriose Fälle blieben den Beamten besonders in Erinnerung. Isabel Schwabe vom Bürgeramt erzählte, dass ein Fahrzeug an den Containerabstellplatz fuhr, den Müll aus dem Fenster warf und ohne Umschweife den Tatort wieder verließ. Keine Chance für die Kräfte des Ordnungsdienstes, das Kennzeichen festzustellen. Auch andere Berichte schockieren: Eine Mutter habe, so Isabel Schwabe weiter, ihren Sohn den illegalen Müll neben die Container legen lassen. Als jedoch die Beamten sich auswiesen, war die Mutter plötzlich mit dem Verhalten ihres Sohnes nicht mehr einverstanden.

„Mit dieser Aktion haben wir richtig zugeschlagen. Wir werden solche Kontrollen auch in Zukunft fortsetzen“, sagte Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch. Er könne die Menschen nicht verstehen, die sich so dreist verhielten. Besonders missfalle ihm: „Die Entsorgung von Papier- und Kunststoffabfällen ist kostenlos. Wieso wird dieser Müll trotzdem in freier Wildbahn entsorgt?“

Die künftigen Kontrollen werden in unregelmäßigen Abständen zu immer wechselnden Uhrzeiten stattfinden. Auch nächtliche Stichproben werden dann wohl ein gängiges Mittel sein, ergänzte Kreuch.

Kein klares Bild zeigte sich bisher bei der Tätergruppe. Von jung bis alt, von Gothaer bis Pendler und von Bürgern mit und ohne Migratiom ist einfach alles dabei.
Parallel zu den Kontrollen soll das Thema ordnungsgemäße Müll­entsorgung auch in Schulen noch stärker in den Fokus rücken. „Wir wissen vom Landkreis, dass er an einem entsprechenden Konzept arbeitet“, sagte Knut Kreuch.

Eine wichtige Erkenntnis konnte das Bürgeramt aus den 15 Kontrollen mitnehmen: Die illegale Entsorgung von Müll geschieht nicht aus Unwissenheit.“ Logisch.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 8 (2026)

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