Glaube tief verwurzelt: Das war das Zeltlager in Neufrankenroda 2026

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Walter Lutz, Leiter des Organisationsteams

2.400 Menschen tingeln nach Neufrankenroda. Auf dem Gelände der Familienkommunität SILOAH erhob sich vom 31. Juli bis 7. August erneut die Zeltstadt aus dem Ackerland.

Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile wuchsen zu einer lebendigen Gemeinschaft zusammen. Organisationsleiter Walter Lutz (Foto) ist begeistert: „Wir kommen zusammen, um zu entspannen, aber auch um die Gemeinschaft zu genießen“.

Einen nicht unbedeutenden Anteil an dieser Woche hat der Glaube. Egal, ob im Programm, beim Essen oder in der Freizeit. Der Glaube spielt eine wichtige Rolle. „Uns ist es egal, ob du katholisch, evangelisch bist oder aus einer Freikirche kommst. Hier ist Platz für jeden“, so Lutz. Auch Teilnehmer ohne Glauben finden sich zwischen den Campern wieder. Über positives Feedback dieser Besucher freut sich der gebürtige Hesse immer besonders.
Nach der Zeltstadt ist vor der Zeltstadt: Zwei Wochen nach der Abreise setzt sich das elfköpfige Leitungsteam zusammen, wertet aus und entwickelt ein Motto sowie das dazugehörige Programm für das Folgejahr. „Da zieht sich jeder zum Gebet zurück. In einer großen Runde werfen dann alle ihre Ideen ein“, meinte Lutz.

Ebenfalls werden die Finanzen geprüft. Die Zeltstadt Thüringen ist von keinen Drittmittelgebern abhängig. Alle Kosten werden aus den Einnahmen der Teilnahme­gebühren und den Spenden aus der Kollekte gedeckt. Alle paar Jahre bleibt genug übrig, um in die Fläche von SILOAH zu investieren. „Toilettenhäuschen, Strom- und Wasserleitungen können so auf Vordermann gebracht werden“, sagte der Organisationsleiter.
Einmal angekommen in der Zeltstadt heißt es: Programm checken. Workshops, Seminare, Bibellesungen oder Predigten – es wird viel geboten. Speziell ist dabei das Angebot für Kinder und Jugendliche. Das steht für Walter Lutz außer Frage: „Wir sind als Familiencamp gestartet und das bleibt auch so.“ Unter den 2.400 Teilnehmern tummeln sich etwa 550 Kinder, 350 Jugendliche und 120 junge Erwachsene.

Um alle Camper im Blick zu behalten, ist die Zeltstadt in elf Dörfer unterteilt. Pro Dorf gibt es jeweils zwei „Dorfeltern“-Paare. Sie sind die Ansprechpersonen für ihre Bewohner.

Insgesamt sind in der einen Woche 350 ehrenamtliche Helfer tätig. Vom Zeltaufbau bis zur Programmgestaltung. Jeder Winkel der Zeltstadt ist mit engagierten Bewohnern versehen. „Da hat sich ein System etabliert: Bei der Anmeldung gibt jeder freiwillig seinen Beruf an. So können wir Expertengruppen bilden“, erklärte Walter Lutz hoch erfreut.

Ziel einer Zeltstadt-Woche soll es sein, Gemeinschaft zu erleben, Anstöße für die Lösung alltäglicher Probleme mitzunehmen und gestärkt an den Arbeitsplatz oder in die Schule zurückzukehren.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 8 (2026)

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