Gotha. Der Prüfbericht des Landesrechnungshofes mit seinen kritischen Feststellungen über den Kauf und die Nutzung der Perthes-Sammlung irritiert nicht nur die Bevölkerung im Landkreis Gotha. Die JUSOS im Kreis Gotha sind als Nachwuchsorganisation der SPD aufgebracht: „Zu den Äußerungen des JU-Vorsitzenden Felix Elflein muss auch erwähnt werden, dass dieses Projekt seinen Ausgangspunkt bereits zu Zeiten der CDU-Alleinregierung im Land Thüringen hatte!“ gibt Peter Leisner, JUSO-Kreisvorsitzender bekannt.
So unterstützte die damalige Kultusministerin Prof. Schipanski die Gothaer dabei, die Perthes-Sammlung zu einem einmaligen Gothaer Kulturgut zu machen. CDU und insbesondere die Junge Union betreibe eine wahnhafte Suche nach Fehlern und hat von Anfang an die Schuldigen bei der SPD verortet: „Der wissenschaftliche und kulturelle Erfolg dieses Projektes wird verschwiegen. Die Beteiligung der CDU wird verheimlicht. Am Ende werden die Vorteile gestrichen und etwaige Nachteile lautstarkt verkündet. Und bereits vorher fest: Schuld ist allein die SPD. Das ist keine objektive Politik!“ so Peter Leisner, Kreisvorsitzender der SPD-Nachwuchsorganisation JUSOS-Kreisverbandes Gotha.
Die Gothaer JUSOS sind vor allem über die letzten Äußerungen von JU-Chef Felix Elflein in der Lokalpresse verärgert.
Elflein bietet wie immer eine einseitige Beurteilung und rügt natürlich nicht den Missbrauch von 1 Million Steuermitteln durch den Landkreis Gotha beim Ausbau nicht nutzbarer Schulen. Diese Tatsache wird einfach totgeschwiegen, immerhin hat der Landrat das gleiche Parteibuch. „Die unterschwellige, regelmäßig wiederkehrende Unterstellung von Seiten der CDU-Nachwuchsorganisation „Junge Union“, die Sozialdemokraten können mal wieder nicht mit Geld umgehen, ist kompletter Unfug“ widerlegt Peter Leisner den Sachverhalt. Ärgerlich ist zudem, dass der Rechnungshof erst suggerierte, dass die zu hoch veranschlagten Ehrenamtvergütungen in Günthersleben-Wechmar gezahlt worden sind und erst nach massiver Kritik diesen Vauxpax berichtigte. Nun ist klar, dass die Vergütungen von Friemar aus an ein CDU-Mitglied gezahlt worden sind, und dass dieses Mitglied sogar Vorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU ist.
Der JUSO-Kreisvorsitzende Peter Leisner stellt daher eine brisante Frage in den Raum: „Warum hat der scheidende Vorsitzende, heute CDU-Mitglied im Landtag, nicht den Vorgang vor seinem Weggang geregelt, warum ist die Kommunalaufsicht nicht eingeschritten? Wenn man, wie die Junge Union schreibt, „auf das Geld achten sollte“, dann muss man ehrlich sein und auch Ross und Reiter beim Namen nennen, soviel Ehrlichkeit sollte die christdemokratische Jugendorganisation endlich einmal erlernen und beweisen!“ so Leisner weiter.
Peter Leisner
Vorsitzender des JUSOS-Kreisverbandes Gotha























