Bündnis 90/Die Grünen begrüßen die Internationale Bauausstellung in Thüringen

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BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Thüringen begrüßen die Internationale Bauausstellung in Thüringen und fordern ökologische Standards sowie breite Bürgerbeteiligung

Zur Entscheidung, die Internationale Bauausstellung in Thüringen auszurichten äußerte sich Landessprecher Dieter Lauinger: „Ich begrüße die Entscheidung, die Internationale Bauausstellung in Thüringen auszurichten. Wichtig ist nun, dass die einzelnen Projekte im Rahmen der IBA auch ökologisch richtungsweisend sind. Außerdem muss sichergestellt sein, dass nicht an den Bürgerinnen und Bürgern vorbei geplant und gebaut wird. Bisher ist ja nicht einmal der Landtag eingebunden worden. Wir müssen den Thüringerinnen und Thüringern Gelegenheit geben, ihre Kreativität in die Internationale Bauausstellung einzubringen. Nur so kann am Ende ein Erfolg stehen „

Die bündnisgrüne Landtagsfraktion fordert in ihrem Antrag zur laufenden Plenarsitzung deshalb, endlich auch das Parlament in den IBA-Prozess einzubinden. „Wir begrüßen ausdrücklich das anspruchsvolle Ziel der IBA, bestehende Werte, Normen und Standards zu hinterfragen. Denn nur damit erreichen wir bei einem schrumpfenden Etat und den vielen anderen Herausforderungen, dass Thüringen zukunftsfähig bleibt. Das geht aber nur, wenn das Parlament den IBA-Prozess mitträgt und die Möglichkeit hat, sich in die Konzeptentwicklung einzubringen,“ macht Jennifer Schubert, die baupolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, deutlich.

Der Energiepolitische Sprecher der Thüringer Bündnisgrünen, Roberto Kobelt, fordert: „Wenn heute im großen Stil Baupolitik geplant wird, muss der Energieaspekt eine zentrale Rolle spielen. Wir fordern, dass im Rahmen der Ausstellung zum Beispiel energieautarke Dörfer umgesetzt werden und auch innerstädtisch Wohngebiete so modernisiert werden, dass sie am Ende mehr Energie erzeugen als verbrauchen. Bei der Bewältigung des demographischen Wandels müssen schon bei der Planung Möglichkeiten bedacht werden, auch eine sinkende Bevölkerung angemessen mit Öffentlichem Personennahverkehr zu versorgen. Nur so kann die IBA in Thüringen wirklich zukunftsweisend gestaltet werden. Ich bin gespannt auf die konkreten Pläne der Landesregierung.“

Publiziert am 16. Juni 2011, 11:33 Uhr