In Thüringen sind im vergangenen Jahr 142.310 Straftaten registriert worden, 1,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 64,5 Prozent der Fälle wurden aufgeklärt, sagte Innenminister Jörg Geibert am Mittwoch bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für 2013 in Erfurt.
Pro 100.000 Einwohner gab es in Thüringen 6557 Straftaten. Damit liege der Freistaat wieder deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Das Risiko für Straftäter, gefasst zu werden, ist nach den Worten Geiberts in Thüringen sehr hoch. Dagegen sei die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat weiter gering. „Thüringen ist und bleibt eines der sichersten Länder Deutschlands“, sagte Geibert. Im Jahr 1 nach der Einführung der Polizeistrukturreform stehe zudem fest, dass die Thüringer Polizei „wie gewohnt erfolgreich und zuverlässig arbeitet“, fügte er hinzu.
Von den über 142.000 Straftaten waren 44.525 Diebstahlsdelikte, ein Plus gegenüber 2012 von 2,5 Prozent. 622 Mal wurde ein Auto gestohlen, bevorzugt Mittel- und Oberklassewagen deutscher Produktion. 118 Diebstahlsversuche scheiterten. Die Zahl der Diebstähle aus Wohnungen hat sich um 18,2 Prozent auf 2245 erhöht. Einen deutlichen Zuwachs gibt es auch bei Einbrüchen in Wochenend- und Gartenhäuser.
Die Zahl der Körperverletzungen hat ebenfalls zugenommen, und zwar um 4,5 Prozent auf 14.740 Fälle. Im Bereich der Gewaltkriminalität wurden 4059 Fälle erfasst, (+2,6 Prozent). Dazu zählen 7 Morde und 7 Körperverletzungen mit Todesfolge, die alle aufgeklärt wurden. Weiter gab es 34 Fälle von Totschlag und Tötung auf Verlangen, 708 Fälle von Raub und räuberischer Erpressung sowie 157 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung.
Mehr Jugendliche haben mit Rauschgift zu tun
Die Zahl der Rauschgiftdelikte ist 2013 leicht zurückgegangen. Allerdings gibt es vor allem bei Jugendlichen einen Anstieg der Tatverdächtigen von 150 auf 477. Zudem wurden 13 Kinder (2012: 6) und 722 Heranwachsende (+33) als Tatverdächtige erfasst. Bei den Erwachsenen gab es einen Rückgang um 106 auf 5594. Wider deutlich angestiegen ist die Zahl der Rauschgifttodesfälle, und zwar von 9 auf 16.





















