Die Gotha-Premiere des DADA-Sommertheaters

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Fliesenstudio Arnold

Was es mit dem Apfeleimer auf sich hat? Wir wissen es nicht. Wer singt den Abgesang? Vielleicht das schreiende Kind. Oder der charmante Liebhaber? Die beiden Musiker? Einiges spricht auch für den Vorstadtcowboy.

Das Sommertheater „Der Abgesang des Apfeleimers“ ist die höchst schmissige und amüsante Sommerproduktion, die in Zusammenarbeit vom art der stadt e.v. gotha und der Theaterscheune Teutleben entstand und seine Gotha-Premiere im Hof des Londoner hatte.

Regisseur und Textmontierer Daniel Kersten ist es mit seinem Ensemble gelungen, eine surreale unsinnig-sinnige Welt hervorzuzaubern. Natürlich macht er Anleihen bei der Kunstrichtung DADA der Zwanzigerjahre, nutzt Dialoge und greift Motive auf – doch nichts bleibt unbearbeitet. Musik, Text und eine schrottig-schöne Ausstattung erheben das Unperfekte ins Perfektionistische. Mutig stoßen die Akteure ins Groteske vor, scheuen das Sentimentale nicht und lösen im nächsten Augenblick alles wieder auf und um. Die Musik kommentiert und treibt an, um am Ende die Weltschöpfung in acht Tagen zu preisen. Einen so intelligenten und unterhaltsamen Unfug sah man höchst selten auf der Bühne. Schadenfroh schaue ich auf alle Menschen herab, die diesen Abend verpasst haben.

Ab dem 14. September reist das Ensemble durch Thüringen. Zehn Spielorte haben das Spektakel schon gebucht. Sie werden es nicht bereuen.

Alle Tourdaten finden sich auf www.artderstadt.de

Publiziert am 01. August 2011, 09:55 Uhr