Ziemlich genau vor einem Jahr nahm das U16-Team der Oettinger Rockets Gotha in Bochum einen ersten Anlauf für eine Qualifikation zur JBBL (Jugend-Basketball-Bundesliga). Damals konnte die Mannschaft in vier Spielen nicht ein einziges Viertel gewinnen und verlor jedes Match mit 40 Punkten Differenz.
Mit der Erkenntnis, dass man noch ein gutes Stück von der deutschen Leistungsspitze entfernt ist, startete die Spielgemeinschaft – bestehend aus Gothaer, Erfurter und Mühlhäuser Spielern – im September die Vorbereitung auf die 2014er Qualifikation. Das Team traf sich neben dem normalen Trainingsbetrieb zu zwei Wochenendlehrgängen im Januar und Februar, einem Trainingscamp nach Ostern, bestritt zwei Turniere (in Usti und Dresden) und absolvierte sieben Testspiele. Der Kader war mittlerweile auf 16 Spieler angewachsen, regelmäßig zum Training kamen im Schnitt immerhin zehn Spieler.
Am vergangenen Wochenende war es dann endlich soweit: Die JBBL-Qualifikation 2014 wurde in Würzburg ausgetragen. Leider konnten Head Coach Stefan Mähne und sein Assistent Stefan Dziuballe lediglich mit zehn Spielern anreisen – drei wichtige Stützen des Teams fehlten. Die Oettinger Rockets Gotha starteten in Gruppe D, gemeinsam mit Teams aus Nürnberg, Würzburg, Bayreuth und Dresden.
Am Samstag standen zunächst die Begegnungen gegen die Metrostars Nürnberg sowie die Gastgeber der Baskets Akademie Würzburg auf dem Spielplan. Im ersten Spiel trafen sich Gotha und Nürnberg auf Augenhöhe und schenkten sich nichts. Nach häufig wechselnder Führung wurde es im Schlussviertel noch mal richtig knapp, reichte aber nicht zum Sieg. Letztlich mussten die Rockets-Jungs ihrer hohen Foulbelastung Tribut zollen und sich mit 47:50 geschlagen geben.
Im zweiten Spiel gegen die favorisierten Würzburger taten sich die Thüringer zunächst schwer, kamen aber dann über aufopferungsvollen Kampf zurück ins Spiel und waren zur Halbzeit in Schlagdistanz (18:22). Doch auch in diesem Spiel machte sich in der Folge wieder die hohe Anzahl an Fouls bemerkbar. Zudem gestatten sich die Rockets zu viele Ballverluste und verloren so mit 32:48.
Am Sonntag ging’s dann zunächst gegen die starken Bayreuther. Nach einem gutem Start der Rockets zur 10:2-Führung gelang es den Oberfranken erstmals im gesamten Turnier, ihr ganzes Potenzial abzurufen. In der Folge spielten sie konsequent ihre körperliche Überlegenheit unter den Brettern aus und ließen nicht anbrennen. Vor allem defensiv fanden die Rockets dagegen kein Mittel und mussten das Spiel mit 42:68 abgeben.
Im letzten Spiel des Turniers trafen die Thüringer dann auf die ebenfalls noch sieglosen Dresden Titans. Vor allem bei der Konzentration zeigten die Jungs jetzt erste Ermüdungserscheinungen, sodass sie gegen die Sachsen schnell in Rückstand gerieten (1. Viertel 9:13). Doch ab dem zweiten Viertel zeigte die Mannschaft eine starke Verteidigungsleistung und gestattete den Titans bis zum Spielende lediglich noch 11 Punkte zum Endstand von 47:24 – ein versöhnlicher Abschluss.
Zusammenfassend kann das Trainergespann eine deutlich bessere Bilanz als noch im Vorjahr ziehen: Zwar wurde die Qualifikation zur JBBL nicht erreicht, doch die spielerische Qualität hat deutlich zugelegt. Mit viel Leidenschaft und Teamgeist gelang es den Rockets in jedem Spiel, zumindest phasenweise Druck auf ihre Gegner auszuüben. Auch die teilweise knappen Resultate sprechen eine deutliche Sprache. Fünf Spieler aus dem aktuellen Kader haben im kommenden Jahr nochmals die Gelegenheit, in dieser Altersgruppe um die JBBL-Qualifikation zu spielen. Doch eins ist allen klar: Der Weg dahin führt nur über intensives Training!
U16-Team der Oettinger Rockets Gotha:
Robert Mann (11 Punkte gegen Würzburg, 17 Punkte gegen Nürnberg, 19 Punkte gegen Bayreuth, 10 Punkte gegen Dresden), Lukas Wobst (7, 12, 9, 6), Aaron Rommeley (6, 7, 4, 10), Felix Pappe (0, 4, 2, 14), Zach Ensminger (4, 0, 6, 1), Jannes Müller (0, 7, 2, 2), Max Reinhardt (4, 0, 0, 4), Basti Thinschmidt (0, 0, 0, 0), Laurenz Kahmann (0, 0, 0, 0), Jonas Härzer (0, 0, 0, 0)




















