Agentur für Arbeit veröffentlicht Bildungszielplanung

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Knapp 5.200 arbeitslose Menschen in Mittelthüringen haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Damit ist ein Viertel der Arbeitslosen geringqualifiziert. „Dabei sind eine solide berufliche Qualifikation und aktuelle Berufskenntnisse der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Gut ausgebildete Fachkräfte werden seltener arbeitslos und finden relativ schnell wieder eine Arbeit“, sagt Beatrice Ströhl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt. Durch Qualifizierungen können Arbeitslose und Menschen in Beschäftigung aktuelle Berufskenntnisse erwerben und sich bis zum Berufsabschluss weiterbilden. „Die Frage der Weiterbildung stellt sich vor allem dann, wenn die beruflichen Kenntnisse des Bewerbers auf dem Markt nicht nachgefragt werden. Manchmal fehlen nur einzelne Lehrgänge, in anderen Fällen erlernen Erwachsene noch einmal einen ganz anderen Beruf. Das ist immer eine Einzelfallentscheidung“, sagt die Chefin der Arbeitsagentur.
Welche Schwerpunkte die Agentur für Arbeit Erfurt und die regionalen Jobcenter für die Weiterbildung 2015 legen, zeigt die jüngst veröffentlichte Bildungszielplanung. Die Agentur für Arbeit Erfurt orientiert ihre Bildungszielplanung jedes Jahr am Markt neu. „Dabei berücksichtigen wir die Bedarfe der Wirtschaft und die Fähigkeiten und Kenntnisse der Bewerber. Daraus entsteht ein Jahresplan, der auch unterjährig auf besondere Marktschwankungen reagieren kann“, erläutert Ströhl. Knapp 2.300 arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen sollen in diesem Jahr bei ihren Weiterbildungsplänen unterstützt werden. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Vermittlung von aktuellen Berufskenntnissen, Lehrgängen und Berufsabschlüssen in Metallberufen, Büro-, Finanz- und Dienstleistungsberufen, in Logistik- und Sicherheitsberufen, in Pflege-, Informatik- und Kommunikationsberufen sowie der Qualifizierung von Berufskraftfahrern.
Darüber hinaus fördert die Arbeitsagentur auch geringqualifizierte und ältere Beschäftigte. Im Rahmen des Bundesprogramms „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Älterer in Unternehmen“ ist in diesem Jahr geplant, für 145 Beschäftigte mit geringer Qualifikation oder berufsfremden Abschlüssen die Kosten der Weiterbildungsmaßnahmen zu übernehmen. Durch das Bundesprogramm können kleine und mittlere Unternehmen neue Potentiale auf dem Arbeitsmarkt erschließen und ihren Fachkräftebedarf decken. Hier liegen die Schwerpunkte in Pflege-, Metallberufen und bei Berufskraftfahrern.
Die Bildungszielplanung ist unter Bildungszielplanug 2015 – www.arbeitsagentur.de veröffentlicht.