Kein Fahrschein für Brückenquerung

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Fahrgäste, die ab kommenden Montag, 5. Oktober 2015, mit der Straßenbahn zwischen den Haltestellen „Lobeda-West“ und „Bahnhof Göschwitz“ fahren, benötigen keinen Fahrschein. Diese einmalige Regelung gilt für den Zeitraum der dreiwöchigen Sperrung der Fußgängerbrücke Lobeda/Göschwitz aufgrund von Bauarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung gaben am 30. September Stadtentwicklungsdezernent Denis Peisker sowie die Geschäftsführer des Jenaer Nahverkehrs, Andreas Möller und Steffen Gundermann, bekannt.

Demnach befördert der Nahverkehr sozusagen als  „Fußgängerersatzverkehr“ entgeltfrei Passanten, die ansonsten große Umwege laufen müssten. Die Stadt als verantwortlicher Bauherr zahlt dafür einen finanziellen Ausgleich an den Nahverkehr.

Der Nahverkehr appelliert weiterhin an die Fußgänger, für die das Betreten der Straßenbahnbrücke verboten ist, nur mit der Straßenbahn die Brücke über die Saale zu queren. Als Fußgänger sei das zu gefährlich, sagt Nahverkehrs-Geschäftsführer Andreas Möller. „Da unterschätzt man schnell die Geschwindigkeit der Bahnen ebenso wie die Länge des Bremswegs. Auch vergessen Fußgänger häufig, dass Straßenbahnen nicht ausweichen können.“ Allein am gestrigen Tag zählte eine Nahverkehrs-Mitarbeiterin in 1.5 Stunden mehr als 178 Passanten auf der Straßenbahnbrücke.