Jenaer Basketballer wollen heute in der 2. Liga „Essen fassen“

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High Noon im Ruhrpott – wieder einmal steht „das wichtigste Spiel der Saison“ auf der Programm von Science City Jena. Am heutigen Sonntagnachmittag gastieren die Saalestädter ab 16.00 Uhr im Essener Sportpark „Am Hallo“, duellieren sich mit dem aktuellen Tabellenzwölften um Punkte im Kampf um die Playoffs.

Das Eichler-Team trifft bei den heimstarken Nordrhein-Westfalen (acht Siege, vier Niederlagen) auf einen Gastgeber, der das eigene Parkett seit November 2012 nicht mehr als Verlierer verlassen musste. Die Reihe der zuletzt mit Niederlagen heim geschickten Kontrahenten verdeutlicht, mit welchem Kaliber sich das Team um Kapitän Christoph Roquette auseinanderzusetzen hat. Während es im Pott zuletzt für Cuxhaven und Chemnitz nichts zu erben gab, unterlagen zuvor mit Karlsruhe, Heidelberg und Düsseldorf bereits drei Liga-Schwergewichte.

Doch Bange machen gilt nicht in einer von mittlerweile allen Seiten bestätigten „Liga, in der Jeder Jeden schlagen kann“. So fährt Science City bereits am Samstag ab 14.00 Uhr in Richtung Ruhrgebiet, will mit dem erforderlichen Appetit „Essen fassen“ und die Erfolgsserie der Hausherren brechen.

„Sie sind auf eigenem Parkett schwer zu schlagen, spielen diszipliniert in der Verteidigung, sehr strukturiert in der Offensive. Die Baskets verfügen mit Logan Stutz über den wohl besten Big Man der Liga, haben neben Aufbauspieler Aaron Cook, dem Kopf des Teams, mit den beiden deutschen Jungs Marko Buljevic und Fabian Franke ein gefährliches Flügel-Duo, welches Spiele entscheiden kann“, warnt Trainer Georg Eichler vor der Abfahrt.  Während Stutz im Schnitt fast ein Double-Double (20,0 Pkt., 8,1 Reb.) verzeichnet, lenkt Cook mit durchschnittlich fünf Assists das Spiel von Trainer Igor Krizanovic, findet neben Stutz und den deutschen Leistungsträgern auch oft genug Jo Henley (12,3 Pkt., 8,0 Reb.), den zweiten großen Wühlbüffel im Essener Kader.

„Wir haben noch sieben Spiele, jeder Sieg zählt doppelt. Im Duell mit Essen treffen wir auf einen direkten Tabellennachbarn. Ein Erfolg wäre nicht nur ein enorm wichtiger Schritt in Richtung Playoffs sondern auch ein deutliches Signal an die Konkurrenz“, so Eichler. Im Jenaer 93:82-Hinspielsieg haben die Thüringer bereits bewiesen wie die Baskets aus dem Pott zu schlagen sind. Gleich sechs Akteure der Saalestädter punkteten damals zweistellig, entschieden die Partie durch eine homogene Mannschaftsleistung im Schlussviertel zu ihren Gunsten. Ein Plan, den Eichler nun auch zum Rückspiel im Hinterkopf hat.

Nachdem Science City im Wochenverlauf ein Testspiel gegen den ProB-Ligisten aus Sandersdorf absolvierte, beim sogenannten „Scrimmage“ (jedes Viertel wurde einzeln gewertet) gegen die Sachsen-Anhalter in der Endabrechnung deutlich gewann, fehlte Sanijay Watts aufgrund von Adduktoren-Problemen. „Sanijay wird aber am Sonntag in Essen aber auflaufen“, sagt Eichler. In der heißen Phase der Saison muss jeder Spieler auf die Zähle beißen, schließlich zählt jeder Sieg doppelt.