2. Gothaer Immobilien Forum

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Am Dienstag, dem 17. Januar 2012 begrüßte OB Knut Kreuch im Bürgersaal des Historischen Rathauses Vertreter der Immobilienwirtschaft zum 2. Gothaer Immobilien Forum.
Eingeladen hatte das Referat für Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung Gotha, um mit Eigentümern, Hausverwaltern und Immobilienmaklern ins Gespräch zu kommen. Das Themenspektrum war breit gefächert und geeignet anzuregen, aufzuklären, zu informieren und mitzumachen.

Über die Erfahrungen einer Zwischennutzungsagentur zur Belebung von Leerständen insbesondere bei Ladenlokalen berichtet als Gast Rolf Martin aus Wuppertal. Insbesondere die junge, in Existenzgründung befindliche Kultur- und Kreativwirtschaft ist dankbar für Angebote, im Leerstand vorübergehend für ganz wenig Geld tätig zu werden. Dazu bedarf es aufgeschlossener Eigentümer, die sich bereit erklären, eine solche Zwischennutzung zu ermöglichen. Junge Leute wie der Gothaer art der stadt e.V. könnten davon partizipieren und am Ende haben alle etwas davon, wenn es Bewegung und Aktionen gibt und z.B. der art der stadt mit seinen Ausstellungen und beliebten Auftritten für Unterhaltsames oder Nachdenkliches sorgt.

Das Modell Servicewohnen in Gotha erläuterte Martin-Stephan Nakel von der Regina-Immobilien AG den Anwesenden. Die Villa Brehm am Arnoldiplatz 1, erstes  mehrerer geplanter Standorte von Servicewohnprojekten in Gotha, soll schon bald ersten Bewohnern als neues barrierefreies Zuhause dienen. Besonderer Wert wird auf Komfort, größtmögliche Eigenständigkeit, Stadtnähe und damit Nähe zu Leben und Gemeinschaft gelegt. Ein Banner in der Mönchelsstraße kündet bereits jetzt vom nächsten Servicewohnstandort des Unternehmers, der sich bereits seit vielen Jahren als Investor in Gothas Altstadt engagiert. Ein beispielhaftes Projekt mit Potential für Wohnen in Gotha.

Das Thema Wohnen im Allgemeinen und im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung Gothas erläuterte der Referatsleiter der Wirtschaftsförderung Hartwig Harz. Die demographische Entwicklung kann niemand ändern oder beeinflussen, jedoch kann eine Stadt etwas dafür tun, durch Attraktivität den Zuzug zu befördern, so sein Fazit nach einer Reihe von Zahlen, Fakten und Analysen. Gotha hat die richtige Richtung eingeschlagen. Die Stadt gewinnt an Anziehungskraft und es ziehen wieder mehr Menschen in die Stadt. Jedoch ist der Weg noch lang und es bedarf besonders des Engagements der Anwesenden, Wohnraum für alle – auch gehobene Ansprüche – vorzuhalten. Nicht zuletzt, weil Neuansiedlungen von Unternehmen Fachpersonal benötigen, das dann auch in Gotha wohnen sollte.

Als Wirtschaftsförderung für die Immobilienbranche zum Nutzen aller Beteiligten soll eine Immobilienbörse auf www.gotha.de ins Leben gerufen werden. Über Details dazu informierte Martina Grauel. Für einen begrenzten Zeitraum haben Anbieter die Möglichkeit vorzugsweise Gewerbeimmobilien per Internet zu melden, die dann temporär veröffentlicht werden. Der Kontakt zwischen Anbieter und Nutzer wird direkt über die Kontaktdaten hergestellt. Diese Immobilienbörse fand den Zuspruch der Anwesenden und wird in den nächsten Wochen auf den Weg gebracht.

Am Ende der Veranstaltung gaben Katrin Fischer von der Abteilung Bauordnung und Bärbel Ernst vom Stadtplanungsamt des Baudezernats der Stadtverwaltung Informationen zu gesetzlichen Grundlagen für die Information und Werbung im öffentlichen Raum. Ein durchaus aktuelles Thema, trifft es doch den Nerv und auch das ästhetische Empfinden vieler Bürgerinnen und Bürger. Information muss sein, Werbung sollte sein, aber bitte an die Regeln halten …

Alle Vorträge stehen auf der Internetseite der Stadt Gotha im Menü Wirtschaft & Arbeit unter Projekte zur Information bereit.

Fliesenstudio Arnold