VC Gotha dreht einen 0:2-Satzrückstand

0
466

Durch eine enorme kämpferische Steigerung schafften es die 3.Liga-Volleyballer des VC Gotha beim TSV Niederviehbach einen 0:2 Satzrückstand noch in einen 3:2 (-20; -22; 21; 19; 11) Sieg umzuwandeln.

Die Gothaer fanden nach der langen Anreise ins niederbayrische Ergolding, wo der TSV Niederviehbach sein Heimspiel austrug, nur schwer in die Begegnung. Die Floataufschläge der Hausherren bereiteten den Gothaer Annahmespielern zunächst große Sorgen. Im Angriff lief besonders über die Mitte wenig,weil sich der TSV-Block gut auf die Schnellangreifer Marcel Bruns und Carsten Strecker eingestellt hatte. So lief der Anfangssatz sprichwörtlich an den Gothaern vorbei und endete 25:20 für die Bayern.

Der 2.Satz brachte eine Besserung aber noch keine Wende. Beim Stand von 9:11 wechselte Trainer Jörg Schulz Markus Braune für Felix Merte auf Außen ein. Doch die Gastgeber behielten die Partie weiter im Griff und punkteten immer wieder über ihren Topscorer Florian Tafelmayer, den die Gothaer kaum in den Griff bekamen. Doch auch der VC hatte mit Marcel Herrmann einen überragenden Akteur in seinen Reihen, der immer besser wurde. Dennoch ging auch der 2.Abschnitt an den TSV Niederviehbach.

Im 3.Satz drehte Schulz seine Aufstellung um drei Positionen. Ein Schachzug der Früchte trug, denn nun hatte Herrmann einen kleineren Blockspieler gegen sich, was er weidlich nutzte. An der Seitenlinie coachte Schulz ungewohnt aktiv und gab vor allem seinem jungen Zuspieler Eric Burggräf Anweisungen, die dieser konsequent umsetzte. In Gothas Annahme wurde Libero Marek Reichel immer mehr zum ruhenden Pol und gab den neben ihm stehenden Braune und Christoph Aßmann die erforderliche Sicherheit. Auch im Aufschlag ging der VC mehr Risiko und erhöhte den Druck. Mit 25:21 gewann Gotha den 3.Satz und verkürzte auf 1:2.

Doch im folgenden 4.Satz schien es dann so als ob der Sieg dennoch in Bayern bleiben sollte. Der TSV führte schnell mit vier Punkten. Früh nahm Schulz beim 4:8 und beim 6:10 Auszeiten. Mit Erfolg, denn der Gast machte aus dem Rückstand anschließend eine 17:16, später eine 20:17 Führung. Diese ließen sich die Thüringer nicht mehr nehmen und schafften den Satzausgleich.

Im entscheidenden Tie-Break hieß die Devise dann „Alles über Marcel“ und der Diagonalangreifer punktete bis zur Erschöpfung. Auch die Kurzzeiteinwechslungen von Richard Henze, Felix Merte und Robert Werner zur Blockverstärkung oder beim Aufschlag brachten die erhoffte Wirkung. Der VC Gotha spielte jetzt kampfstark und wie aus einem Guss und konnte am Ende über die zwei Punkte jubeln, die es für einen 5-Satz-Sieg gibt.

Entsprechend glücklich auch der Trainer. „Zwischenzeitlich wäre auch eine 0:3 Niederlage möglich gewesen. Aber die Mannschaft hat sich enorm gesteigert und über den Kampf zum Spiel gefunden. Wir haben hier zwei wichtige Punkte geholt.“

Mit diesem Sieg rückte Aufsteiger VC Gotha auf den 4.Tabellenplatz vor und hat nun eine Wettkampfpause bis zum 1.November. Dann ist der ASV Neumarkt in Gotha der nächste Gegner.

VC Gotha mit: Marcel Herrmann, Marcel Bruns, Marek Reichel, Carsten Strecker, Markus Braune, Eric Burggräf, Christoph Aßmann, Felix Merte, Mario Schlöffel, Richard Henze und Robert Werner

Autor: Wolfgang Mengs

The Londoner - Gotha