Vor einer unangenehmen Reise ins Ruhrgebiet steht Science City Jena am kommenden Wochenende.
Das Harmsen-Team gastiert nach dem emotionalen 100:97-Sieg gegen den Spitzenreiter Göttingen am Samstag ab 19.30 Uhr bei den Baskets aus Essen. Das unberechenbare Team aus dem Pott rangiert derzeit zwischen Gotha und Paderborn eingeklemmt auf dem 11.Platz im Niemandsland der ProA, gilt dennoch als spielstarke Mannschaft. Genau diese Konstellation birgt die größte Gefahr für Jenas Korbjäger, die nach dem knappen Derby-Sieg in Chemnitz und vom Erfolg gegen Göttingen zwar euphorisiert sowie mit breiter Brust in den Pott aufbrechen können, den Gastgeber jedoch keinesfalls unterschätzen sollten.
„Essen spielt sehr strukturiert, einen typisch europäischen Basketball“, sagt Jenas Trainer Björn Harmsen vor dem Duell. „Sie sind ein sehr gut gecoachtes Team, bewegen den Ball geduldig und werden auf jeden Fall um die Playoffs mitspielen. Auch wenn wir zuletzt als Außenseiter Göttingen schlagen konnten haben wir überhaupt keinen Grund den anstehenden Gegner zu unterschätzen. Jedes unserer Spiele am Wochenende ist der Höhepunkt einer harten Trainingswoche und genau so werden wir auch bei den Essenern in die Begegnung starten müssen“, sagt Harmsen, dessen Kader bis auf den angeschlagenen Dorenzo Hudson derzeit keine Verletzungen zu beklagen hat.
Während sich im Team aus dem Ruhrgebiet mit Fabian Franke auch ein ehemaliger Jenaer Akteur befindet, gleicht der bisherige Saisonverlauf des von Igor Krizanovic trainierten Kaders mit fünf Siegen und sieben Niederlagen einer sportliche Berg- und Talbahnfahrt. Essener Erfolge gegen Heidelberg, Chemnitz sowie in Crailsheim bilden die bisherigen Highlights, denen der Gastgeber am kommenden Samstag gegen Jena nur allzu gern ein weiteres Ausrufezeichen hinzufügen würde. Vom wuseligen Aufbauspieler Chris Alexander (17,1 Pkt. Pro Spiel) nicht nur statistisch angeführt, vertrauen die Baskets primär auf ihre starke Defensiv-Abteilung.
Derzeit in zwölf Spielen mit lediglich 892 kassierten Punkten als zweitbeste Verteidigung der ProA knapp hinter Gießen (872) rangierend, behaupten die Basketballer aus dem „Sportpark Am Hallo“ in fast allen defensiv-orientierten Statistik-Rubriken einen Platz unter den Top5 der Liga. Wie schon im Aufeinandertreffen gegen den ebenfalls stark defensiv geprägten Teams Chemnitz und Göttingen steht den Saalestädtern somit ein hartes Stück Arbeit bevor. Welche taktische Ausrichtung sich letztendlich als die erfolgreichere erweisen wird, ob Harmsens attraktiver Offensiv-Wirbel oder Krizanovics beinharte Defense, werden die bevorstehenden 40 Minuten zeigen müssen.






















