Mit leeren Händen kehrte Science City aus Cuxhaven zurück. Das Eichler-Team unterlag an der Nordseeküste dem Tabellenfünften der ProA mit 92:100, konnte die zuletzt anhaltende Talfahrt auch in der Rundsporthalle nicht stoppen. Während sich Jenas Center Aurimas Adomaitis als Topscorer der Partie mit 25 Punkten und acht Rebounds stark formverbessert präsentierte, blieben dieses Mal die Quoten der beiden Aufbauspieler Lee Jeka und Garrett Sim hinter den Erwartungen zurück. „Bei uns ist derzeit der Wurm drin“, bilanziert auch Christoph Roquette nach der Niederlage in Cuxhaven. „Die Statistiken sind relativ ausgeglichen oder sprechen für uns. Bis auf die Freiwürfe haben wir in fast jeder Kategorie den Vorteil auf unserer Seite. Die Partie entwickelt sich auf Augenhöhe und am Ende verkrampfen wir wieder“, sagte Jenas Kapitän enttäuscht.
Im Duell mit den heimstarken Gastgebern entwickelte sich von Anfang an ein ausgeglichenes Spiel. Stetige Führungswechsel im Verlauf des ersten Viertels gipfelten in einem knappen 26:24-Vorsprung der Cuxhavener. Während sich die Hausherren im Spielabschnitt vor der Halbzeit zwischenzeitlich auf bis zu 13 Punkte absetzen konnten, beim 41:28 erstmals etwas deutlicher führten, gelang es dem Eichler-Team sich bis zur Pausensirene erneut auf 51:48 heranzuarbeiten. In einem fast identischen dritten Spielabschnitt enteilten die BasCats bis zur 28.Minute erneut auf 71:58, bevor Science City sich an die Arbeit machte diese Lücke erneut zu schließen. In einem letztendlich mit offenem Visier geführten Abschlussviertel stand die Partie bis zum 90:92 (39.) aus Sicht von Science City auf Messers Schneide. Es folgte die entscheidende Phase, in dessen Verlauf sich die Gastgeber als glücklicheres Team die zwei wichtigen Zähler im Kampf und die Playoffs schnappen konnten.
Mit dem Kopf durch die Wand, oder wie es Christoph Roquette ausdrückte: „auf Teufel komm raus“ versuchten die Thüringer der Partie die entscheidende Wende zu geben, verpassten dies allerdings und mussten einmal mehr dem Gegner zum Sieg gratulieren. „In Cuxhaven kann man verlieren, auch knapp. Was bei der derzeitigen, sehr engen Tabellenkonstellation im Mitelfeld der ProA vielmehr weh tut sind die Heimniederlagen gegen Heidelberg oder zuletzt gegen Paderborn“, so „Rocky“. Bereits am kommenden Wochenende sind Jenas Korbjäger gegen die Kirchheim Knights gefordert, dürfen sich im Duell um die Plätze, die zur Aufstiegsrunde berechtigen keinen Ausrutscher mehr erlauben.
Nachdem der Sieg in der Hinrunde bei den Kirchheimer Rittern eine sieben Siege anhaltende Erfolgsserie des Eichler-Teams einleitete bleibt zu hoffen, dass die Knights ein weiteres Mal als Schrittmacher fungieren. Dies wird ganz sicher nicht kampflos geschehen, nachdem das Team um Trainer Frenkie Ignatovic in unmittelbarer Abstiegsgefahr schwebt. Insofern heißt es für Science City im Verlauf dieser Trainings-Woche den mentalen Ballast über Bord zu werfen, sich den Frust von der Seele zu schwitzen, um das Ruder bis zum Ende der regulären Saison doch noch einmal herumreißen zu können.
Tom Prager























