Blühende „BiGeisterung“

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Fliesenstudio Arnold

Walter Heyn war ein großer Narr. Alle Jahre wieder lief er in der fünften Jahreszeit zu Höchstform auf, kämpfte in Friemar an der vordersten Faschingsfront, selten blieb bei ihm ein Auge trocken. Aber das ist lange her. Im Laufe der Jahre trat er karnevalistisch kürzer, auch weil seine größte Leidenschaft viel Zeit in Anspruch nahm und nach wie vor nimmt. Denn der 63-Jährige ist mit Leib und Seele Blumenhändler. Seit drei Jahrzehnten führt er in Gotha ein florierendes Familienunternehmen, das seinen Namen trägt: „Blumen Heyn“.

Der Sport spielte im Leben des Friemarers bis dato nicht die allergrößte Rolle. Doch das hat sich spätestens am vergangenen Samstag geändert. Da war Walter Heyn gemeinsam mit Ehefrau Renate das erste Mal bei einem Basketball-Spiel. Das Paar besuchte mit 1127 weiteren Gästen das erfolgreiche Saisonauftaktspiel der Oettinger Rockets Gotha in der neuen „Blauen Hölle“. Es wurde ein denkwürdiger Abend.

„Was sich in der Halle abgespielt hat, das hab’ ich so noch nie erlebt. Unglaublich – die Stimmung reißt wirklich jeden vom Hocker“, jubelte Walter Heyn noch eine Stunde nach dem Ende des Spektakels. „Nie im Leben hätte ich gedacht, dass bei einem Basketball-Spiel derart die Post abgeht. Ich bin ,BiGeistert’!“

Dass die Heyns das Auftaktspiel der Rockets besuchten, war keineswegs ein Zufall. Bei der täglichen Fahrt von Friemar nach Gotha und zurück sah Walter Heyn in den vergangenen Wochen die neue „Blaue Hölle“ an der Kindleber Straße wachsen. Und mit dem Bau wuchs bei ihm der Entschluss, das BiG-Projekt zu unterstützen: in erster Linie mit Naturalien, also mit Blumensträußen und -gestecken für viele feierliche Anlässe und den VIP-Bereich.

Bei der ursprünglich geplanten Anlieferung der Blumen vor den Heimspielen wird es nun jedoch nicht bleiben. In der samstäglichen Euphorie beschlossen die Heyns, ihr persönliches Engagement für BiG deutlich zu erhöhen. Ab sofort wollen sie regelmäßig in die Basketball-Halle gehen und mit den Fans im Chor die neue Höllen-Hymne singen: „Hey, wir woll’n die Rockets sehen, oh-ho-ho-ho-ho…“