Die Jenaer Philharmonie braucht nach Ansicht der CDU Jena die Unterstützung der Stadt in den kommenden Jahren mehr denn je. „Nachdem der Freistaat seine Förderung eingefroren hat, steht die Stadt in der Pflicht, die entstehenden Kosten zu tragen.“, so Dr. Hans-Martin Moderow, Leiter des Arbeitskreises Kultur der CDU.
„Der Stadtrat und der Oberbürgermeister müssen sich klar zur Philharmonie bekennen, indem sie dieses hochwertige Angebot klassischer Kultur stärken. Die hauptsächlich durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur verursachten Mehrkosten müssen von der Stadt Jena übernommen werden. Eine Diskussion über Streichungen und Wehklagen über die Situation führen nicht weiter“, meint Moderow, gerade auch mit Blick auf die kommenden Diskussionen im Kulturausschuss. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Jenaer Stadtrat, Benjamin Koppe, stellt sich klar hinter diese Forderung und ergänzt: „Die Jenaer Philharmonie ist das zweitgrößte Orchester Thüringens und leistet seit Jahren kontinuierlich eine hervorragende Arbeit. Man könnte hinterfragen, ob es angebracht war, dass bei der Verteilung der Landeszuschüsse in den vergangene Wochen die verschiedenen Sparten Theater, Klangkörper und Ballett vermischt wurden. Doch sind Debatten über die Förderkategorien des Landes zu diesem Zeitpunkt müßig und schaden dem Ansehen der Philharmonie. Wir müssen nach vorn blicken. Eine angemessene Beteiligung des Freistaats gerade auch bei der Rückkehr zum Flächentarifvertrag ab 2013 wäre aus unserer Sicht wünschenswert gewesen. Der Freistaat trägt künftig nur noch rund 23 Prozent der Kosten, wobei ursprünglich ein Zuschussverhältnis von einem Drittel durch das Land und zwei Dritteln durch die Stadt Jena vereinbart war. Eine zu geringe Anpassung des kommunalen Zuschusses kommt für die CDU-Fraktion nicht in Frage, schließlich geht es bei der finanziellen Ausstattung um die Absicherung des erreichten künstlerischen Niveaus. Es muss jetzt aber nachgedacht werden, wie die Arbeit der Philharmonie, insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit, weiter profiliert werden kann.“ Das Ziel der Jenaer CDU ist ein Orchester mit unverändertem Stellenplan und in gleicher Einstufung, wobei Ausstrahlung und Eigenfinanzierung der Philharmonie weiter gestärkt werden müssen. „Die Kommune ist nun in Bezug auf die Stärkung ihres Orchesters mehr gefragt denn je.“, so Benjamin Koppe.
Auch die Jenaer Bürgerinnen und Bürger können nach Meinung von Moderow und Koppe ein starkes Zeichen setzen. Gegenwärtig läuft das Bürgerbeteiligungsverfahren 2011 zum Thema Kultur. Repräsentativ ausgewählte Haushalte erhalten einen Fragebogen mit Informationsmaterial. Zudem kann man sich am diesjährigen Bürgerhaushalt auch wieder online beteiligen. Insgesamt können zehn kulturelle Einrichtungen bewertet werden. Die CDU legt den Bürgern für die Abstimmung besonders die Bildung, historische Bezüge und die Musik ans Herz. Durch die Teilnahme am Bürgerbeteiligungsverfahren kann die Philharmonie direkt gestärkt werden. „Die Jenaer Bürger können ein klares Signal für eine nachhaltige Unterstützung des Orchesters geben.“, so Koppe und Moderow.






















