Der Arbeitsmarkt im März 2012

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Steigende Temperaturen sorgten für erste Wiedereinstellungen in den witterungsabhängigen Berufen. Im März waren 15.725 Personen arbeitslos, 389 (2,4 Prozent) weniger als im Februar und 1.106 (6,6 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Hauptursache für die verbesserten Arbeitsmarktzahlen waren weniger Arbeitslosmeldungen aus Erwerbstätigkeit bei gleichzeitig mehr Abgängen in Erwerbstätigkeit.
Rund 3.100 Personen meldeten sich im vergangenen Monat neu oder wieder arbeitslos, rund 40 Prozent davon aus Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Im Gegenzug beendeten fast 3.500 ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen rund 38 Prozent eine Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt auf.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, sank im Agenturbezirk Jena von 8,8 Prozent im Vormonat auf 8,6 Prozent (Vorjahr 9,1 Prozent) an. Der Thüringer Landesdurchschnitt lag bei 9,2 Prozent.

Ab 2006 zeichnet sich ein positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt ab. Seitdem hat sich die Arbeitslosigkeit nahezu halbiert.

„Unternehmen warten bei geplanten Einstellungen erfahrungsgemäß die Osterfeiertage ab. Daher rechne ich damit, dass im April eine spürbare Belebung am regionalen Arbeitsmarkt einsetzen wird“, so Dr. Ulrich Gawellek, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Jena.

Von Unternehmen und Einrichtungen wurden der Agentur für Arbeit Jena im Berichtsmonat 925 Stellenofferten (ohne optierende Kommune) zur Besetzung unterbreitet, 22 weniger als vor einem Jahr.

Bei rund 35 Prozent der gemeldeten Stellen handelt es sich um Arbeitsplätze im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Arbeitsplatzangebote in größerem Umfang kamen außerdem aus den Bereichen des Handels, dem Gesundheits- und Sozialwesen und aus dem Gastgewerbe.

Die anhaltend hohe Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften führt dazu, dass es in einigen Bereichen immer schwieriger wird, geeignetes Personal zu finden. Oft bestehen Diskrepanzen zwischen Bewerber- und Stellenprofil.

In nachfolgenden Berufsgruppen übersteigt die Zahl der freien Stellen deutlich die Zahl der Bewerber:

–       Fachkraft Schweiß- und Verbindungstechnik

–       Mechatroniker/in

–       Bauelektriker/in

–       Fachkraft Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik

–       Humanmediziner/in

–       examinierte Fachkräfte Gesundheits- und Krankenpflege

–       examinierte Fachkräfte Altenpflege

Nach Regionen und Rechtskreisen

In allen Dienststellen im Agenturbezirk sank im März die Zahl der Arbeitslosen im Vormonatsvergleich. Am deutlichsten war der Rückgang in der Geschäftsstelle
Saalfeld (-4,1 Prozent). Der Raum Eisenberg registrierte die ungünstigste Entwicklung mit  1,3 Prozent Rückgang.

Deutlich rückläufige Arbeitslosenzahlen wies der Vorjahresvergleich auf (-6,6 Prozent).

Den stärksten Rückgang verzeichnete dabei Eisenberg (-10,8 Prozent), die geringste Veränderung die Region Stadtroda mit -2,8 Prozent.

Die günstigste Arbeitslosenquote behauptete die Hauptagentur Jena mit 7,3 Prozent; der ungünstigste Wert wurde in der Geschäftsstelle Pößneck mit 10,7 Prozent ermittelt.

Im Vorjahresvergleich verzeichneten alle politischen Kreise eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Am spürbarsten reduzierte sich die Arbeitslosigkeit mit –10,2 Prozent im Saale-Orla-Kreis.

Die günstigste Arbeitslosenquote im Kreisvergleich erreichte die Stadt Jena mit 7,2 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III wurden im Berichtsmonat 5.936 Arbeitslose gezählt, 441 oder 6,9 Prozent weniger als im Vormonat. Der Abstand zum Vorjahr betrug -424 Personen oder
-6,7 Prozent. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote belief sich auf 3,2 Prozent gegenüber 3,5 Prozent vor einem Jahr.

Im Rechtskreis SGB II waren im Januar 9.789 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, das waren 52 oder 0,5 Prozent mehr als vier Wochen zuvor. Der Vorjahreswert wurde um 682 Personen oder 6,5 Prozent unterschritten. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 5,7 Prozent gelegen.

Unterbeschäftigung

Im Agenturbezirk Jena sind aktuell 15.725 Arbeitslose gemeldet. Darüber hinaus gibt es Menschen, die ohne arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und gesetzliche Sonderregelungen unmittelbar arbeitslos wären. Die Unterbeschäftigung vermittelt einen transparenten Eindruck über die Zahl dieser Menschen. Rechnet man diese Menschen, die ansonsten arbeitslos wären, zu den Arbeitslosen hinzu, belief sich im März 2012 die Unterbeschäftigung auf 20.037 Menschen. Die Unterbeschäftigungsquote liegt
bei 10,6 Prozent.

–       Arbeitslosenquote sinkt im Agenturbezirk auf 8,6 Prozent

–       15.725 Menschen arbeitslos

–       rund 7 Prozent  weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

–       Arbeitskräftenachfrage rund 2 Prozent unter Vorjahresniveau

Arbeitsmarkt nach Bereichen

Betrachtung nach Regionen:

–       zum Vorjahr in allen Geschäftsstellen deutlich weniger Arbeitslose

–       auch zum Vormonat rückläufige Entwicklung in allen Regionen

–       günstigste Quote mit 7,3 Prozent in der Hauptagentur Jena, höchster Wert in der Geschäftsstelle Pößneck mit 10,7 Prozent

Betrachtung nach Rechtskreisen:

–       zum Vorjahr: 6,6 Prozent weniger Arbeitslose in beiden Rechtskreisen;  SGB III Bereich -6,7 Prozent; SGB II Bereich -6,5 Prozent


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