„Der Künstler ist anwesend“, das neue Bühnenprogramm von Jürgen Becker, vereint genussreich die bildende Kunst mit der Kleinkunst. Nach einem Parforceritt durch die Kunstgeschichte wissen Sie genau, was über Gotik und Romantik zum Barock mit Rubens sprichwörtlichem Fleisch dicker Frauen führte. Hier können Sie auf das Angenehmste ihre wenigen Wissenslücken schließen und sind am Ende selbst der Künstler.
Die Kleinkunst hat gegenüber der bildenden Kunst einen Nachteil: Kabarettisten kann man nicht übers Sofa hängen. Wenn man es doch tut, passen sie womöglich nicht recht zur Couchgarnitur. Dennoch kann auch Kleinkunst bildende Kunst sein: „Der Künstler ist anwesend“ ist der Titel eines Programms, das bildende Kunst und Kleinkunst genussreich vereint. Nach diesem Parforceritt durch die Kunstgeschichte wissen Sie genau, was über Gotik und Romanik zum Barock mit Rubens sprichwörtlichem Fleisch dicker Frauen führte. Und warum Marcel Duchamp für die Kunst „der Fluch der Keramik“ wurde.
Hier können Sie auf das Angenehmste ihre wenigen Wissenslücken schließen und sind am Ende selbst Künstler. Ein Bild kann man malen. Wenn es niemand erwerben möchte, hängt man es halt in die Diele.
Die Kleinkunst jedoch findet ohne Sie als Zuschauer erst gar nicht statt. Wenn keiner kommt, fällt sie aus. Das Kunstwerk entsteht erst gar nicht ohne Sie. Joseph Beuys forderte einst die soziale Plastik – hier entsteht sie endlich in der Fett-Ecke des rheinischen Humors.
Wenn am Ende des Abends alle beim Freibier zusammenstehen und sich das Eintrittsgeld wieder heraustrinken, heißt die lebende Skulptur „Die Künstler sind anwesend.“





















