Diskussion mit Direktoren des Imre Kertész-Kollegs

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Jena (28.04.12). Timothy Snyder, US-amerikanischer Historiker und Preisträger des Leipziger Buchpreises 2012, ist am Mittwoch (2. Mai) um 18 Uhr zu Gast im Zeitgeschichtlichen Kolloquium der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Über Snyders Buch „Bloodlands: Europa Zwischen Hitler und Stalin“ diskutieren mit dem Autor die Direktoren des Imre Kertész Kollegs Jena, Prof. Dr. Joachim von Puttkamer und Prof. Dr. Wodzimierz Borodziej, sowie die Jenaer Historiker Prof. Dr. Norbert Frei und Dr. Jörg Ganzenmüller.

Die öffentliche Veranstaltung findet im Matthias-Domaschk Hörsaal (August-Bebel-Str. 4, 07743 Jena) statt.

Timothy Snyders Buch gehört zu den wichtigsten zeithistorischen Werken der vergangenen Jahre. Wie kein anderer vor ihm beschreibt Snyder, wie die Ukraine, Belarus und Polen zum zentralen Schauplatz der ungebremsten stalinistischen und nationalsozialistischen Gewalt wurden.

Eindringlich schildert er die Massenverbrechen. Eines der Hauptanliegen des Buches ist es, die Verschränkung der beiden großen europäischen Diktaturen deutlich zu machen. Durch die Verschiebung des Blicks von den Tätern auf die Opfer, verändert er das Verständnis von den Triebkräften der Gewalt.

Für diesen Ansatz hat Snyder viel Zustimmung erhalten, ebenso wie entschiedenen Widerspruch. Seine Thesen und die Bedeutung seiner Forschung für die Osteuropäische Geschichtswissenschaft stehen im Zentrum des Kolloquiums.

Timothy Snyder lehrt an der Yale Universität. Sein Buch „Bloodlands“ ist 2011 auch in deutscher Sprache erschienen und wurde in diesem Jahr mit dem Leipziger Buchpreis für europäische Verständigung ausgezeichnet.

Weitere Informationen sind zu finden unter: www.imre-kertesz-kolleg.uni-jena.de.

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