Ein großer Sprung nach vorn

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Erheblich verbessert hat sich das Angebot an Betreuungsplätzen für Kleinkinder bis zu drei Jahren im Landkreis Gotha. Seit dem Jahr 2007/2008 ist die Zahl der Krippenplätze, die in den 77 Kindertagesstätten der Region vorgehalten werden, von 1.242 auf 1.446 gestiegen, teilt das Jugendamt mit.

„Doch nicht allein in absoluten Zahlen, sondern auch bei den räumlich-materiellen Bedingungen der Betreuung haben unsere Einrichtungen in den letzten Jahren einen großen Sprung nach vorn gemacht“, bilanziert der Zweite Beigeordnete und Sozialdezernent Thomas Fröhlich. Möglich wurde der Ausbau des Krippenangebots durch das so genannte von-der-Leyen-Förderprogramm des Bundes. Von 2008 bis 2013 standen insgesamt rund 3,3 Mio. Euro für Kindertagesstätten im Landkreis Gotha zur Verfügung. Geld, das inzwischen komplett ausgereicht oder verplant ist, um Angebote für Unter-Dreijährige zu sichern und auszubauen.

Die meisten Kommunen, aber auch die freien Träger der Kitas haben diese Chance genutzt. Beispielsweise die Arbeiterwohlfahrt, die in der Gothaer Juri-Gagarin-Straße eine Kita mit angeschlossener Krippe betreibt. Insgesamt 283.000 Euro sind aus dem Bundesprogramm in diese Einrichtung geflossen, um aus ehemaligen Büroräumen einen herausragenden Krippenbereich zu schaffen, in dem auch Kleinkinder mit Behinderung betreut werden können. „Mithilfe des von-der-Leyen-Programms haben wir hier die erste integrative Kinderkrippe im Landkreis einrichten können“, stellt Jugendamtsleiterin Simone Baumann stolz fest. Insgesamt drei Kinder mit Handicap werden hier tagsüber betreut. Ein moderner Schlaf- und ein Betreuungsbereich sowie ein gut durchdachter Sanitärbereich bieten seit Anfang 2011 beste Bedingungen für zusammen 24 Kleinkinder. Auch andernorts, bspw. in Herrenhof (Förderbetrag rd. 220.000 Euro) oder Finsterbergen (Förderbetrag rd. 232.000 Euro), entstanden Krippenangebote auf modernstem Stand. Die größten Förderbeträge entfielen bzw. entfallen noch auf die Städte Gotha (rd. 878.000 Euro), Waltershausen (rd. 328.000 Euro) oder die Erfüllende Gemeinde Stadt Ohrdruf (rd. 277.000 Euro).

„Das von-der-Leyen-Programm hatte die Zielstellung, die Be¬treuungsquote der Unter-Dreijährigen bundesweit auf mindestens 35 % zu steigern. Auch wenn diese Marke in den neuen Ländern zuvor bereits deutlich überschritten wurde, hat die Förderung eine erhebliche Steigerung der Betreuungsqualität insgesamt ermöglicht“, so Fröhlich. Vor allem die erneuerte, kindgerechte Ausstattung der Einrichtungen sorge bei Eltern, Erziehern und nicht zuletzt bei den Kleinen für leuchtende Augen. „Eine gute Kleinkindbetreuung anbieten zu können, ist ein Standortvorteil unserer Region“, so Fröhlich abschließend.