Elefantenkuh Akili aus dem Erfurter Zoopark starb an Gehirnerkrankung

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Die Elefantenkuh Akili aus dem Erfurter Zoopark, die am 13. Dezember 2013 eingeschläfert werden musste, litt an einer Erkrankung des Gehirns. Das ergab das Gutachten des  Instituts für Pathologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Die 12-jährige Akili (im Bild links), die erst im Sommer 2013 aus Frankreich nach Erfurt gekommen war, war an dem Dezembermorgen ohne vorhergehende Krankheitsanzeichen auf der Seite liegend im Stall aufgefunden worden. Sie konnte aus eigener Kraft den Kopf nicht heben, sich nicht in Brustlage bringen und nicht aufstehen. Nach weiterem Voranschreiten der schwerwiegenden Symptome  wie Orientierungslosigkeit, neurologische Ausfälle, Muskelschwäche wurde Akili am späten Nachmittag von ihrem Leiden erlöst und eingeschläfert.

Degenerative Veränderungen im Gehirn

Bei der Obduktion in Hannover entdeckten die Mediziner fortschreitende degenerative Veränderungen in mehreren Bereichen des Gehirns (Nervengewebs-Schädigungen, teils mit ausgebildetem funktionslosem Ersatzgewebe sowie abnormale Erweiterung von Gehirnwasserkanälen). Zudem gab es akute Veränderungen am Körper und bei inneren Organen, die durch das Liegen nach dem Zusammenbrauch entstanden sind.

Nicht vorhersehbar 

Nach Einschätzung der Mediziner war die Erkrankung vor dem Wechsel Akilis aus Frankreich nach Erfurt nicht erkennbar. Gewebeschäden des zentralen Nervensystems können laut Gutachten nicht am lebenden Elefanten diagnostiziert werden und sind nicht heilbar. Bei liegenden Tieren dieser Größe komme erschwerend hinzu, dass aufgrund der großen Körpermasse bereits nach einigen Stunden Gewebs- und Organschäden eintreten, die zum Tod des Tieres führen.

Ursache unklar 

Die Ursache für die degenerativen Veränderungen in Akilis Gehirn bleibe unklar, hieß es am Dienstag. Aus der Art der gefundenen Gehirnveränderungen ergäben sich jedoch keine Hinweise auf ein akutes infektiöses Geschehen oder einen direkten Zusammenhang mit dem acht Wochen zurückliegenden Transport. Ebenso könne eine Verletzung ausgeschlossen werden. Die Befunde der pathologischen Untersuchung zeigten keine Gemeinsamkeiten mit denen der in Frankreich kurz zuvor plötzlich verstorbenen Erfurter Elefantenkuh Seronga, die im Austausch mit Akili nach Frankreich kam.

Seronga starb an einem Virus 

Die Obduktion von Seronga ergab nach Information aus Frankreich eine durch einen  Encephalomyocarditisvirus bedingte Herzmuskelentzündung. Der Erreger wurde bei Elefanten bislang nur in Australien, Südafrika und dem Süden der USA nachgewiesen. Der Infektionsverlauf ist sehr rasch (innerhalb von bis zu 10 Tagen kommt es entweder zum plötzlichen Tod des Tieres oder

zu einem Überwinden der Infektion durch die körpereigene Abwehr) und eine direkte Ansteckung von Elefant zu Elefant konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Die Untersuchungen zur Identifizierung der Ansteckungsquelle sind noch nicht abgeschlossen.