Gastspiel im Saarland

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An diesem Wochenende brechen die Jenaer Basketballer zu einer ihrer längsten Auswärtsfahrten auf: Am Sonntag sind sie ab 17:30 Uhr im circa 450 Kilometer entfernten Homburg zu Gast.

Mit den Saar-Pfalz Braves wartet ein hochkarätiger Gegner auf das Eichler-Team. Noch ist den Saarländern der Durchbruch in der laufenden Saison nicht gelungen und sie finden sich momentan – nach drei Siegen und vier Niederlagen – auf dem 11. Tabellenplatz wieder. Diese Bilanz werden sie jedoch am Sonntag verschönern wollen, weshalb die Saalestädter auf einen äußerst siegeswilligen Kontrahenten treffen werden. Schließlich gehören die Braves, die in den vergangenen Jahren stets zur Ligaspitze zählten, zu den absoluten Play-off-Favoriten.

Ein Blick auf die Mannschaftsaufstellung der Universitätsstädter zeigt deutlich, wieso auf die Hightowers am Sonntag eine schwierige Aufgabe wartet: Bedeutendster Spieler der Braves ist mit dem Amerikaner Lee Jeka ein Shooting Guard, der mit durchschnittlich 17 Punkten und fünf Assists das Spiel der Gastgeber maßgeblich bestimmt. Wie auch Topscorer Robert Mc Kiver, der es im Schnitt sogar auf 24 Zähler bringt, ist er besonders beim Wurf jenseits der Dreierlinie äußerst treffsicher.

Center Travis Reed (12 Punkte, 4 Rebounds), Shooting Guard Kosta Karamatskos (8 Punkte), der 2,13m-Hüne Dimitriy Cheremnykh (7 Punkte, 5 Rebounds) sowie der ehemalige Kölner Erstligaspieler Jasmin Catovic (6 Punkte) sind weitere begnadete Akteure im Dienste der Saarländer. Weiterhin hat Coach Nenad Josipovic mit Erik Land einen jungen U22-Nationalspieler im Team, der in der vergangenen Saison noch beim Deutschen Meister, den Brose Baskets, in Bamberg wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Vervollständigt wird die Rotation der Homburger vom ehemaligen Jenaer Robert Cardenas, der am Guts-Muths-Sportgymnasium das Basketballspielen lernte.

Jenas Trainer Georg Eichler weiß, dass es für seine Schützlinge nicht leicht werden wird, in Homburg die Punkte zu holen: „Das wird wohl das schwerste Spiel der bisherigen Saison. Wir haben eine lange Fahrt vor uns und die Braves verfügen über einen übermächtigen Kader. Die Videovorbereitung auf die Begegnung war schwierig, da uns keine Aufnahmen der letzten beiden Spiele vorlagen – aber wir wollen unsere Chancen suchen und vor allem als Team zusammen kämpfen. Wir fahren nach Homburg natürlich auch mit dem Wissen, dass uns die Sensation eines Auswärtssieges bei den Braves ein gutes Stück weiter auf dem Weg in die Play-offs bringen würde.“

Am Samstag feiert Jenas Coach Geburtstag, und ein Erfolg im fernen Homburg wäre für Eichler ein gelungenes Geschenk seines Teams. Bis auf die Youngster Paul Albrecht und Fabian Strauß, die für die NBBL im Einsatz sein werden, sind sämtliche Science City-Akteure einsatzbereit und motiviert, ihrem Trainer diese Freude zu machen.

Franziska Staupendahl