Goethes Faust I. am 27. März 20 Uhr im Volkshaus

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Faust I als Humorbuch ersten Ranges ist das Schlachtfeld für den Kampf zwischen Quast, dem Meister der multiplen Rollengestaltung, der immer strebend sich bemüht, und Mosetter, dem Meister der Fussnote, dem Geist, der stets verneint, zuständig für Subtext und Bühnenbild. Darf man sich über das große deutsche Nationalepos lustig machen?

Ja, wenn es so gekonnt geschieht wie bei Michael Quast und Philipp Mosetter, müssen selbst Goethe-Enthusiasten nicht unter ihrem Niveau lachen. Unter Hinzuziehung der Psychoanalyse, der Quantentheorie und der Kunst, Papierflieger zu falten, bieten die beiden Künstler eine Show für sich und einen abgrundtiefen Blick auf den Faust, den keine andere Inszenierung leisten kann. Teufelspakt, Gretchen-Tragödie, Walpurgisnacht – Tausendsassa Michael Quast gibt unter den pingeligen Anweisungen Philipp Mosetters alle wichtigen Szenen und Figuren im Alleingang. …Wie er Laute imitierend die Hexe im Surround-Sound durch den Saal fliegen lässt, Meerkatzen nachäfft und auch noch den Soundtrack zu einem Gretchen-Blues („Meine Ruh‘ ist hin…“) fabriziert, ist eine Show für sich. Salzburger Nachrichten, 3. Februar 2007 Karten im Vorverkauf in der Tourist-Information oder an der Abenkasse erhältlich.

Weitere Informationen unter: www.kdschutte.de

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