Denkmale sind die Aushängeschilder einer Stadt. Als Zeitzeugen der Entwicklung prägen sie maßgeblich die städtische Identität. Doch „jenseits des Guten und Schönen“ gibt es auch Denkmale, die uns mit unserer weniger angenehmen Vergangenheit konfrontieren, die als baulicher Ausdruck gesellschaftlicher Extreme an Krieg und Gewalt erinnern.
Der Umgang mit diesen „unbequemen“ Denkmalen ist aus vielfältigen Gründen oftmals schwierig, neue Nutzungen dürfen die historische Aussage des Bauwerks nicht verwischen. Wie schwierig der Umgang mit Erinnerungsmalen auch heute noch ist, wird an der nach einer Farbattacke notwendigen Restaurierung des Burschenschaftsdenkmals sichtbar.
Neben Denkmalen, an denen im letzten und in diesem Jahr besondere Bauforschungs-, Sanierungs- oder Restaurierungsleistungen erfolgten, wie das Haus „Zur goldenen Sonne“ am Markt, das Hofgebäude im Baukomplex „Zur Rosen“ in der Johannisstraße, das Griesbachsche Gartenhaus oder das Glashaus im Paradies, werden zum Themenschwerpunkt in diesem Jahr exemplarisch auch der ehemalige Hochbunker am Magdelstieg (Nr. 24) oder das Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges auf dem Friedensberg zu besichtigen sein.
Daneben werden Besichtigungen und Führungen die Vielfalt der Jenaer Denkmallandschaft erlebbar machen. Das Programm wird durch eine Kunstausstellung im Johannistor sowie den Tag der Offenen Höfe in Burgau ergänzt.






















