Die Energiewende in Deutschland hat für alle Bürgerinnen und Bürger weitreichende Konsequenzen. Während in der Bevölkerung primär der Strompreis relevant ist, ist für die Politik auch die Sicherstellung der Energieversorgung von besonderer Bedeutung. Dafür bedarf es großer Anstrengungen und auch dem ein oder anderen Opfer.
In Thüringen hat man schon Opfer gebracht. So hält Thüringen bereits heute ca. 25% der Speicherkapazitäten für das gesamte Bundesgebiet vor. In Anbetracht der Größe unseres Freistaates ist dies eine enorme Leistung. Ob man durch ein Pumpspeicherwerk in Tambach-Dietharz seine Anstrengungen noch ausweitet muss gut durchdacht werden. Besonders zu bedenken gilt es dabei die nachhaltige Zerstörung der Umwelt, die sich sowohl auf die Lebensqualität, als auch auf den Tourismus, eine der Haupteinnahmequellen in der Region, auswirken kann. Auch unsere Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat eine sorgsame Abwägung der Vor- und Nachteile gefordert. Diesem kann ich mich nur anschließen.
Auch das kürzlich vorgestellte „Integrierte Maßnahmenprogramm zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Freistaat Thüringen – IMPAKT“ betont die Notwendigkeit weitreichender Planungen unter Berücksichtigung von möglichen Klimafolgen, gerade im Bereich von Infrastrukturvorhaben. Sachverständige warnen vor Veränderungen des Mikroklimas durch die Errichtung eines Pumpspeicherwerkes. Dieses ist mit einem nachhaltigen Klimaschutz nicht zu vereinbaren.
Vor allem aber sollten die Ansichten der Bürgerinnen und Bürger vor Ort, sowie die entsprechenden Gemeinden berücksichtigt werden, da jene von einer möglichen Anlage direkt betroffen wären. Bisher scheinen diese dem Projekt eher skeptisch gegenüber zu stehen. Diesem Votum sollten wir Gehör und Beachtung schenken.























