Die Lichtbildarena, Jenas Reise-Show-Festival, feiert ihr erstes rundes Jubiläum. „Anfänglich haben wir noch argwöhnisch die ersten Schritte unseres Festival-Kindes beobachtet,“ gesteht Organisatorin Barbara Vetter.
„Gerade in den ersten Jahren haben wir so manche Ängste ausgestanden, dass ,unser Baby’ straucheln könnte. Nun stellen wir erleichtert fest, dass es läuft. Das verdanken wir nicht zuletzt unserem Publikum und der Hilfe von verlässlichen Sponsoren-Paten, freut sich Vincent Heiland. Er ist der zweite Kopf des Initiatorenduos, das auch privat ein Paar ist und inzwischen nicht nur ihr Festivalkind, sondern auch ihren zwei eigenen Töchtern beim Laufenlernen assistiert haben.
Loslaufen, sich-auf-den-Weg-machen, ist der Rote Faden, der sich im Jubiläumsjahr durch das Vortragsprogramm zieht. Die Einen gehen es langsam an, wie Pascal Violo. Er lässt sich am Samstag (14.30 Uhr) von der Gelassenheit der Laoten durch Südostasien leiten. Manuela Wetzel und Bruno Maul sind hingegen am Samstag (20 Uhr) mit dem Rad vom Balkan zum Orient unterwegs. Profi-Kletterer Stefan Glowacz geht am Sonntag (19 Uhr) auf unbetretenen Wegen hoch hinaus. Einzelgänger Andreas Hollinger, der Kurzvortragsgewinner von 2010, geht am Samstag 11 Uhr Rückschlägen zum Trotz mutig weiter durch Pakistans Gebirge. Durch überschwemmten Straßen lassen sich Judith Burri und Naturfotograf Lorenz Fischer am Sonntag (16 Uhr) nicht von der afrikanischen Savanne fernhalten.
So unterschiedlich die Vortragenden, so verschieden ist ihr mentales Reisegepäck. Orientexperte Hartmut Fiebig dringt am Samstag 17.30 Uhr dank fundierter politisch-kultureller Kenntnisse in die Seele Arabiens vor. Der Russlandreisende Holger Fritzsche rüstet sich mit einer Portion Humor für skurrile Begegnungen und abgefahrene Rekorde. Da sein Vortrag am Freitag ausgebucht ist, wird er am Samstag um 20:30 Uhr noch einmal geboten. Ebenso bietet das Organisatorenduo eine Zusatzvorstellung für ihren Vortrag „Nomaden auf Zeit“ um 18 Uhr am Samstag an. Gemeinsam blicken Barbara Vetter und Vincent Heiland auf die Höhepunkte vergangener Touren zurück und gleichzeitig nach vorne. Fragt man die Eltern des Diafestivals Jena, wer in ihren Augen von den diesjährigen Autoren den weitesten Weg zurück gelegt hat, dann fällt ihre Wahl auf Chime. Die junge Heldin von Maria Blumencrons Lesung am Sonntag (11 Uhr) floh aus Tibet und zahlte für die Freiheit mit dem Verlust der Heimat. Chime selbst erzählt ihren Lebensweg.























