Prof. Dr. Christoph Spehr von der Universität Jena diskutiert am 21. Mai bei den 3. Eisenacher Luthergesprächen zum Thema Pressefreiheit

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Prof. Dr. Christopher Spehr, Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität. Foto: Anne Günther/FSU

Die kürzlich veröffentlichte Rangliste der Pressefreiheit 2016 zeigt einen weltweiten Rückgang der Freiräume für unabhängige Journalisten. Immerhin haben die Tendenzen in Ländern wie Ägypten, Russland oder der Türkei dazu geführt, dass sich die breite Öffentlichkeit wieder mehr mit dem Begriff „Pressefreiheit“ und seinen Inhalten auseinandersetzt.

Vor diesem Hintergrund widmen sich die 3. Eisenacher Luthergespräche, die am 21. Mai um 16 Uhr in der Georgenkirche Eisenach stattfinden, folgendem Thema: „Macht oder Ohnmacht der Medien? – Journalismus zwischen Ideal und Wirklichkeit“.

Das Aufkommen moderner Massenmedien reicht mit der Erfindung des Buchdrucks bis in die Zeit Luthers zurück, der die Vielfalt der Medien zur freien Meinungsäußerung gezielt nutzte. Die Wittenberger Reformation war schließlich selbst ein Medienereignis, das sich über viele verschiedene Kanäle verbreitete. Deshalb und wegen des Erfolgs der reformatorischen Bewegung auch dank der medialen Vermittlung, spielen in Vorbereitung auf das Reformationsjahr 2017 die Medien eine Rolle im Themenkomplex „Luther 2017. 500 Jahre Reformation“.

Doch wie steht es aktuell um die Pressefreiheit, Unabhängigkeit und Objektivität angesichts des rasanten Wandels moderner Medien? Welche Chancen und Gefahren entstehen im Zeitalter einer pluralistisch verfassten Medienlandschaft? Über diese und weitere aktuelle Fragen diskutieren der Organisator der Podiumsdiskussion Prof. Dr. Christoph Spehr vom Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena gemeinsam mit der Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland, Ilse Junkermann, Thüringens Landtagspräsident Christian Carius und der MDR-Chefredakteur Matthias Gehler. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.