Uwe Höhn startete seine Tour am 30. August in Jena mit einem Antrittsbesuch bei Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, bei dem unter anderem die geplante Neustrukturierung des Kommunalen Finanzausgleichs Thema war.
Im Anschluss stellten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Entwicklung der Schulsozialarbeit in der Stadt vor, die Schulsozialarbeiterinnen berichteten aus ihrem Arbeitsalltag. Das Angebot an Schulen sei ein wirksames Instrument, Konflikte zwischen den Schülern zu verringern und den Klassenverband zu stärken, berichteten die Pädagogen. Das Angebot würde dazu beitragen, die Bildungschancen auch von Behinderten und derjenigen Kinder zu verbessern, die aus sozial schwächeren Familien kommen und Unterstützung benötigen. In Jena würde bereits sehr umfangreich Schulsozialarbeit betrieben, aber gerade in ländlichen Regionen wie im Saale-Holzland-Kreis müsse das Angebot
noch ausgebaut werden.
Uwe Höhn steht der Anstellung weiterer Schulsozialarbeiter offen gegenüber und fordert daher: „Finanzminister Voß müsste zum Wohl der Thüringer Schüler einlenken und endlich dem Vorschlag des SPD-geführten Sozialministeriums zustimmen und die Sicherung der Finanzierung von 10 Mio. Euro für die Schulsozialarbeit jährlich zulassen.“
Frau Teichmann vom Dezernat für Familie und Soziales stellte im Anschluss die Arbeit des Lokalen Aktionsplans Jena vor, der stark auf Prävention setzt. Lokale Aktionspläne sind dabei ein Kernbestandteil
des Landesprogramms für ein demokratisches, tolerantes und weltoffenes Thüringen, das maßgeblich auf Drängen der SPD eingeführt wurde. In drei zentralen Projekten soll die Demokratie vor Ort durch politische Bildung beispielsweise in der Schule aber auch bei Sport- und Freizeitveranstaltungen gestärkt werden. Höhn würdigte hier insbesondere die umfangreiche ehrenamtliche Arbeit, die in Jena in dem
Begleitausschuss zum Lokalen Aktionsplan geleistet wird.
Im nachfolgenden Gespräch in der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft trug der stellvertretende Präsident, Dr. Armin Vetter, seinen Wunsch vor, eine landwirtschaftliche Hochschulausbildung in Jena
anbieten zu können, anstatt an der Fachhochschule Erfurt, wie es vom Kultusministerium bisher geplant sei. In Jena seien zahlreiche Labore und große, deutschlandweit bekannte Versuchsstationen vor Ort nutzbar.Uwe Höhn will im Ministerium diese Angelegenheit ansprechen.
Der Fraktionsvorsitzende besichtigte danach das Bioenergiedorf Schlöben und machte sich ein Bild der Biogasanlage und des Blockheizkraftwerkes. Er sprach mit dem Vorstand Hans-Peter Perschke über die Energiewende in Thüringen. Es wurde deutlich, dass die Energiewende nur dezentral von Kommunen und Stadtwerken geleistet werden kann, so wie es in Schlöben beispielhaft umgesetzt wird. Beide sprachen sich zudem für die Idee aus, ein zentrales Energieministerium zu schaffen, das federführend die Energiewende koordiniert.
Am Abend traf sich Uwe Höhn mit SPD-Mitgliedern und interessierten Bürgern in Eisenberg. Sie sprachen über die Gründung von Gemeinschaftsschulen im ländlichen Raum, Veränderungen der
Gemeindestrukturen und über den Kommunalen Finanzausgleich.
Foto: Uwe Höhn informiert sich bei Dr. Armin Vetter und Dr. Matthias Leiterer über die Arbeit der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft.






















