Schweizer Botschaftsangehörige auf Einladung der FDP zu Gast

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Bereits am vergangenen Donnerstag besuchten die Leiterin des Handelsdienstes der Schweizerischen Botschaft,  Lilach Guitar Nunez, und Britta Thiele-Klapproth vom Swiss Business Hub auf Einladung der FDP die Bystronic Maschinenbau GmbH in Gotha.

Das traditionsreiche Unternehmen gehört zum Conzzeta-Konzern, der seinen Hauptsitz in schweizerischen Niederönz hat. 180 Beschäftigte produzieren am Standort in Gotha Maschinen zur Blechbearbeitung. Jeder zehnte Mitarbeiter ist in der Entwicklung tätig. Die benötigte Software für die Maschine wird im Unternehmen entwickelt. Im Krisenjahr 2009 habe man kräftig investiert und schaue jetzt sehr optimistisch in die Zukunft, so Geschäftsführer Sven Künkels.

Die zentrale Lage in Deutschland, die gute Infrastruktur und zuverlässige Lieferanten aus der Region führte er als besondere Standortvorteile an. Von seinen Gästen nach der Beziehung zur Schweiz befragt sagte der aus Norddeutschland stammende Geschäftsführer, Thüringen sei ein freundliches und offenes Land und passe deshalb gut als Partner zur Schweiz. Allerdings unterscheide sich Deutschland mit seiner strengen Arbeitsgesetzgebung von der liberaleren Schweiz.

Dreieinhalb Prozent des Thüringer Außenhandels wird mit der Schweiz abgewickelt, die in vielen Bereichen ähnlich strukturiert ist. Das bestätigten auch die Gäste: ein starker, innovativer Mittelstand, und eine breite industrielle Basis. So könne man auch Wirtschaftskrisen gut überstehen. Sorgen bereitet Thüringern wie Schweizern aber die Fachkräftesituation. Viele Thüringer Betriebe seien ausgelastet und bräuchten dringend qualifiziertes Personal um weitere Aufträge überhaupt bearbeiten zu können, weiß der liberale Wirtschaftspolitiker Thomas L. Kemmerich.

Thüringen sei ein interessanter Partner, so Thiele-Klapproth: „Hier ist Dynamik drin“, ist sie überzeugt. Davon werde sie auch den Unternehmern berichten, die sie in der kommenden Woche in Zürich treffen werde. Schon bei ihrem nächsten Besuch hofft sie entsprechende Kontakte anbahnen zu können. Das ist ganz im Sinne der FDP. Die Politik könnte durchaus die Vorarbeit leisten. „Aber machen müssen das die Unternehmer selber“, sagt  der FDP-Kreisvorsitzende Jens Panse.

Publiziert: 9. Mai 2011, 9.32 Uhr