Mit einem Duell gegen die Düsseldorf Baskets endet am Donnerstagabend ab 20.00 Uhr die Heimspiel-Serie von Science City Jena, zumindest vorerst, wenn man sich den optimistischen Blick auf die Anfang April startenden Playoffs bewahrt hat.
Wie schon im letzten Spieljahr bildet das Aufeinandertreffen mit den Rheinländern den Abschluss der regulären Saison in Lobeda-West, wie schon im letzten Frühjahr entscheidet der Ausgang dieser Partie über den Verlauf der kommenden Wochen. Aufstiegsrunde oder frühes Saisonende, Sekt oder Selters, Barfuß oder Lackschuh. Aus Jenaer Sicht schwankt nicht zuletzt deshalb die Gefühlslage zwischen Hoffen und Bangen, ergänzt mit einem verstohlenen Blick auf die parallel stattfindenden Begegnungen innerhalb der ProA. Alles wie im letzten Jahr, bloß eben nicht mit dem identischen Ergebnis, nachdem die Gäste am 31.03.2012 einen 69:67-Sieg zu bejubeln hatten.
Auch in dieser Saison rollt mit Düsseldorf ein echter Brocken auf die Thüringer zu, wartet sowohl Quantität als auch Qualität auf das Team um Roquette, Jeka und Co. „Die Baskets haben viel Masse und noch mehr Klasse in ihren Reihen, eine ganze Armada Qualität, vor allem unterm Korb“, sagt Trainer Georg Eichler vor der Partie. „Mit Patrick Flomo, Adam Waleskowski, Chris Gadley und Kendall Chones wartet allein unter den Brettern ein individuell bärenstarkes Quartett. Aber auch auf den Außenpositionen spielt Düsseldorf auf sehr hohem Niveau“, so Eichler, für den die Gäste als Aufstiegsfavorit Nummer Eins ins Playoff-Rennen starten werden.
„Sie haben die tiefste Mannschaft der Liga, können deshalb nicht nur physisch enorm intensiv spielen und werden davon in der Meisterrunde profitieren. Unser Team wird zwar mit Respekt aber definitiv ohne Angst ins Spiel gehen“, sagt Eichler vor der Begegnung. Während sich bei dem Team aus der Nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt etliche bereits kampferprobte Zweitliga-Legionäre die Klinke in die Hand geben wäre es aus Jenaer Sicht sicher der verkehrte Weg die Flinte zu früh ins Korn zu werfen. Schließlich hat der aktuelle Tabellendritte seinen derzeitigen Rang auf dem Treppchen primär einer fast makellosen 13:1-Heimbilanz zu verdanken, während die Statistik in fremden Hallen mit sechs Siegen bei acht Niederlagen nur mäßige Dominanz ausstrahlt. „Wir müssen über unseren Heimvorteil punkten, vertrauen wie in der bisherigen Saison auch heute auf den wichtigen Rückhalt von den Tribünen und die lautstarke Unterstützung unserer Fans“, sagt Georg Eichler, der sich der Signalwirkung beim Transport von Leidenschaft und Emotionen durch den sechsten Mann durchaus bewusst ist.
Nachdem man für die verschiedenen Konstellationen im Verlauf der beiden verbleibenden Spieltage schon einen Rechenschieber braucht, darüber hinaus sicher auch problemlos eine Doktorarbeit verfassen könnte, liegt wie fast überall die Wahrheit am Ende auf dem Platz, sprich Parkett. Während sich gegen die Baskets demnach noch keiner so richtig aus der Heimspielsaison verabschieden möchte, am wenigsten Jenas Korbjäger selbst, wartet bereits bei der Präsentation der Gäste mit der Nummer 21, dem Griechen Triantafillos Tzakopolous, die erste gefährliche Attacke auf die Zunge unseres Hallensprechers. Mit dem Wunsch, dass seine Ansage die einzige beschwerliche Hürde bleibt, verabschieden wir uns von den Heimspiel-Zuschauern zunächst bis zum 7.April, dem Termin des ersten erhofften Playoff-Auftritts 2013 in Lobeda-West…






















