Science City mit Heimsieg gegen Gießen

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Mit einem 82:78-Sieg gegen die Gießen 46ers sendete Science City auch ohne den gesperrten Garrett Sim ein deutliches Lebenszeichen. Die Thüringer schlugen das Team aus Hessen am Sonntagabend vor 2425 Zuschauern in der heimischen Sparkassen-Arena verdient, gleichen die Playoff-Viertelfinalserie auf 2:2 aus. Trotz des im letzten Duell disqualifizierten und mit einer automatischen Spielsperre aussetzenden Garrett Sim präsentierte sich das Harmsen-Team kämpferisch stark und mental hochkonzentriert. Lars Wendt vertrat den Amerikaner mit einer starken Leistung, legte seinen Kollegen zehn Assists auf.

Während auch die vierte Begegnung von ihrer Dramatik und zuspitzenden Spannung lebte, musste ein Zuschauer in der 16.Minute vom anwesenden Rettungsdienst nach einem Herzinfarkt wiederbelebt werden, war beim Verlassen der Arena durch den ASB Jena reanimiert jedoch bereits wieder bei Bewusstsein. Die Saalestädter erhalten sich mit dem zweiten Sieg im vierten Duell die vage Chance auf das Playoff-Halbfinale. Bereits am Dienstag kommt es zum alles entscheidenden fünften Schlagabtausch, dann erneut in der Gießener Osthalle, in der bislang für Jenas Korbjäger nichts zu holen war. „Die Serie hat ein fünftes Spiel verdient“, sagte Gäste-Trainer Denis Wucherer nach der Niederlage seines Kaders. „Ich bin natürlich sehr sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Wir haben das zweite Mal auf einen wichtigen Spieler verzichten müssen, haben mit viel Herz gespielt, mit viel Einsatz und Leidenschaft überzeugt. Unser guter Start war natürlich ein wichtiger Wegbereiter, nachdem wir in den letzten Spielen immer in Rückstand geraten sind. Auch wenn es am Dienstag in Gießen keine einfache Aufgabe wird, ist in einem fünften Spiel letztendlich alles möglich“, so Jenas Coach Björn Harmsen nach dem Jenaer Sieg.

Im Gegensatz zu den bisherigen Aufeinandertreffen war es dieses Mal Science City Jena, dass einen Traumstart erwischte. Nach einem Alley oop von Lars Wendt auf Billy Rush bis 9:0 enteilt, konnte sich das Harmsen-Team bis zur 8.Minute einen 12-Punkte-Vorsprung herausarbeiten. Kapitän Ermen Reyes-Napoles vollendete aus der Distanz zum 21:9, ehe die Gäste besser in das Spiel fanden. Durch Di Leo per Dreier auf 22:19 verkürzt, starteten beide Kontrahenten mit diesem Zwischenstand ins zweite Viertel. Trotz nun zunehmender Gießener Kraftakte verteidigte Science City die Führung, konterte Gießener Läufe meist eiskalt. Während zur Halbzeit eine Jenaer 44:38-Fürhung vom LED-Würfel leuchtete, erhöhten Dennis Tinnon und Kristian Kuhn in der 24.Minute auf 54:42. Während die hessischen Gäste konstant in Schlagdistanz bleiben konnten, nach Tony Di Leos Korbleger in der 29.Minute beim 60:61 erstmals in Front gehen konnten, wendete sich das Blatt nun fast im Minutentakt. Nachdem die Jenaer mit einer 68:61-Führung ins Abschlussviertel starten konnten kamen die Lahnstädter in der Folge wieder Korb um Korb heran. Etliche Führungswechsel kennzeichneten die finalen zehn Minuten des Duells, welches durch Billy Rush bereits in der 38.Minute mit seinem eingeflogenen Dunk zum 80:78 entschieden wurde. Bis vier Sekunden vor der Sirene gelang es keinem der beiden Teams zu punkten. Den Schlusspunkt setzte erneut Rush von der Freiwurflinie zum 82:78.

SCJ: Rush 22 Punkte, Tinnon 22 (13 Reb.), Hudson 19, Kuhn 10, Reyes-Napoles 5, Wolf 2, Mayr 2, Wendt 10 Assists, Voigtmann, Wank