Spannende Wortgefechte

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Gotha – Hitlers Architekt Albert Speer soll die marode DDR sanieren: Das ist der Ausgangspunkt für das von Esther Vilar geschriebene und von Ex-Tatort-Kommissar Peter Sodann in Szene gesetzte Theaterstück „Speer“, das am Samstag, 7. Mai, um 20 Uhr im Gothaer Kulturhaus aufgeführt wird.

Johannes Gabriel übernimmt den Part des genialen Baumeisters, der von Franz Sodann in der Rolle eines hochrangigen Funktionärs überzeugt werden soll, seine Fähigkeiten in den Dienst des Sozialismus zu stellen.

Es entspinnt sich ein spannender Dialog zwischen Menschen aus zwei extremen Welten, zwischen kultivierter Barbarei und bröckelndem Totalitarismus. Der Regisseur vertraut in dem Zwei-Personen-Stück vollkommen dem Text und damit seinen Protagonisten, die zwischen monströsen Plänen und Modellen als Bühnenbild agieren.

Die Kritik feierte die Schauspieler, die sich mit ihrem ausdrucksstarken Spiel in einem brisanten Spannungsfeld Wortgefechte liefern, „die in ihrer Absurdität das Blut in den Adern gefrieren lassen“. Ein Theaterstück, das – prall an Wendungen und Überraschungen – auch ein Publikumserfolg wurde.

Karten gibt es in der Tourist-Information am Hauptmarkt und im Internet unter www.kultourstadt.de.

Publiziert: 28. April 2011, 9.55 Uhr